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Wäre Heilbronn beim Blackout planlos? Stadt reagiert auf heftige Vorwürfe

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Von: Anna-Maureen Bremer

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Das Rathaus am Heilbronner Marktplatz am frühen Abend.
Was, wenn‘s dunkel wird? Ist Heilbronn für den Ernstfall gut aufgestellt? © Dennis Mugler/Archiv

Die Stadt Heilbronn muss sich gegen den Vorwurf wehren, für den Fall eines Blackouts nicht ausreichend vorgesorgt zu haben. Jetzt gibt es ein Statement.

Keiner möchte, dass das Szenario eintritt, aber: Alle wollen für den Ernstfall bestmöglich vorbereitet sein. Die Energiekrise schürt die Angst vorm Blackout und Versorgungslücken im Winter. Was, wenn die Wasserversorgung aussetzt? Was passiert, wenn wir auf Strom verzichten müssen – was funktioniert auch mit kaltem Wasser? Die Stadt Heilbronn wehrt sich aktuell gegen einen Bericht, laut dem sie nicht auf einen Blackout vorbereitet sei. Es gebe sogar schon seit Jahresbeginn zahlreiche Maßnahmen, die ergriffen wurden.

Stadt Heilbronn gibt an, bereits Anfang des Jahres Maßnahmen zur sicheren Energieversorgung getroffen zu haben

Erst kürzlich hatte echo24.de darüber berichtet, wie sich der Landkreis auf einen möglichen Blackout vorbereitet. Und auch die Stadt Heilbronn hatte Auskunft darüber gegeben, wie die Pläne für den Ernstfall aussehen. Es überrascht daher nicht, dass die Stadt einer Recherche des ARD-Politikmagazins REPORT MAINZ widerspricht, laut welcher sich viele Landkreise und Städte bislang nicht auf einen längeren Stromausfall vorbereitet hättet, darunter Heilbronn und der Hohenlohekreis.

In der Stellungnahme heißt es: „Die Stadt Heilbronn verfügt seit Anfang 2022 über einen besonderen Katastropheneinsatzplan bei Stromausfall. Dieser wurde unter Beteiligung verschiedener Fachbereiche der Stadt erstellt und wird kontinuierlich weiterentwickelt und ergänzt.“  In dieser Planung sei unter anderem die Regelungen zur Information der Bevölkerung, Aufbau einer Notversorgung für sensible Einrichtungen auf der Basis verfügbarer Notstromgeräte, Möglichkeiten der Notwasserversorgung und Optionen zum Bezug von Treibstoff für die Einsatzkräfte enthalten.

Weiter teilt die Stadt Heilbronn mit: „Bereits Anfang August berief Oberbürgermeister Harry Mergel einen Krisenstab zum Thema Energiemangellage ein. Beteiligt sind neben den städtischen Ämtern auch die Versorgungsträger Strom und Gas, die gemeinsam vorbereitende Maßnahmen erarbeiten.“

Damit der Strom in der Käthchenstadt nicht knapp wird, werde außerdem Energie gespart. Die entsprechenden Maßnahmen dazu hat der Gemeinderat bereits am 22. September beschlossen. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit sei die Bevölkerung außerdem umfassend informiert worden. Auch, dass es notwendig sei, dass sich jeder einen Vorrat für einen Ernstfall zulege, sei mehrfach kommuniziert, worden.

Auch der Hohenlohekreis zeigte sich über die Ergebnisse der Umfrage überrascht. In einem SWR-Bericht heißt es dazu: „Auf Nachfrage teilt ein Sprecher mit, in der Umfrage sei nach einem ‚isolierten speziellen Einsatzplan Stromausfall‘ gefragt worden. Den gebe es nicht, ein isolierter Plan sei aber auch nicht sinnvoll.“ Selbstverständlich gebe es aber auch hier Pläne zur Bewältigung Blackouts. Sie seien Teil des Allgemeinen Katastrophenschutzplans des Kreises, der ständig überarbeitet werde.

Die Vorstellung, dass es im eigenen Haus plötzlich dunkel und kalt werden könnte, erfüllt viele Menschen mit Angst. Um vorbereitet zu sein, denken einige darüber nach, sich ein Notstromaggregat zuzulegen.

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