"Dreamworld Collapse" erscheint am 27. April 

Das neue Album von SpiteFuel reißt Grenzen nieder

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Mit ihren Soundtrack-Elementen klingen die Heilbronner Heavy-Rocker SpiteFuel um Sänger Stefan Zörner (Mitte) wie die Melodic-Metaller Edguy in ihren besten Zeiten.
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Das Debüt "Second to None" war nur der Vorgeschmack. Jetzt wird's richtig fett!

Wenn Traumwelten zerbrechen, kann das extrem niederschmetternd sein. Oder einfach nur episch. Das wissen Fans des Films "Inception" von Christopher Nolan. Und ab Freitag, 27. April, auch die Hörer von SpiteFuel. Dann erscheint "Dreamworld Collapse", das zweite Album des Heilbronner Heavy-Metal-Quintetts. Nur ein Jahr nach "Second to None". Und auch wenn das Debüt eine geil groovende Metalplatte war: Was jetzt kommt, ist ein echter Befreiungsschlag – in mehrfacher Hinsicht.

Bildershow: So geil rocken Spitefuel

"Bei diesem Album wollten wir gleich mehrere Schippen drauflegen", erklärt SpiteFuel-Sänger Stefan Zörner: "Wir hatten nur wenige Monate nach der Debüt-Veröffentlichung gleich das Studio gebucht, obwohl wir noch keine Songs hatten." Und weil bloßes Liederschreiben viel zu einfach wäre, komponierten SpiteFuel kurzerhand ein Konzeptalbum mit durchgängiger Story.

Wie bei Hans Zimmer

Zörner: "Das hat den Songwriting-Prozess verändert. Melodien kehren im Laufe des Albums wieder, die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt und zusammen mit Komponist Michael Fiedler aus Mühlacker, der auch schon mit Filmmusik-Legende Hans Zimmer zusammengearbeitet hat, entwickelten wir Soundtrack-Elemente und integrierten die in unsere Musik." Das Besondere: Nichts kommt aus der Konserve. Alle Instrumente, vom Klavier bis zur Querflöte, sind live eingespielt.

Und wie schüttelt die Truppe mal eben eine Story aus dem Ärmel? Der 46-jährige Sänger erklärt: "Die Grundlage ist mein noch unveröffentlichter Roman 'Die Stadt am Ende der Zeiten'." Darin treffen Stephen-King-Fantasy auf Aldous-Huxley-Dystopie. "In einer Welt des Jahres 8389 leben Menschen nach einem Atomkrieg unter einer Kuppel in einer Megacity. Die Regierung hält die Menschen klein, erklärt, dass hinter den Grenzen Gefahren lauern. Als dann ein wunderschönes Wesen von außen in die Stadt kommt, beginnt eine Geschichte voller Freiheit und Rebellion."

Bereichernd und bedrohend

Zörner sieht bei der Story Parallelen zur Gegenwart: "Doktrin und Falschinformationen sind aktuelle Probleme. Wenn die vermeintlich heile Welt aus Schwarz-Weiß-Denken zerbricht und klar wird, dass jenseits der eigenen Grenzen Interessantes liegt, kann das bereichernd und bedrohend sein."

SpiteFuel haben ihre Kuppel gesprengt, die Freiheit angenommen und sind zu neuen Sphären aufgebrochen. Im Gegensatz zu jenen, die lieber in ihrem Quark verharren. So schrieb das Musikmagazin Metal Hammer über das Album: "Was soll das Geflöte?" Manche bleiben ein Leben lang in ihrer begrenzten Kuppelwelt.

Information

Die CD-Release-Show zu "Dreamworld Collapse" steigt am Samstag, 21. April, in der TVL-Halle in Lauffen. Hier gibt’s die CD schon vor dem Veröffentlichungdatum zu kaufen. Mehr gibt es hier.

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