Wettergedanken zum Jahresstart

Januar 2017 - Ein (fast) normaler Wintermonat

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Erstmals seit sieben Jahren zeigt das Thermometer wieder einen Durchschnittswert im Minusbereich an.

Selbst auf sein Bauchgefühl kann sich der Heilbronner Wettermann Roland Rösch nicht mehr verlassen, hat er doch noch anfangs Dezember einen eher unspektakulären milden Winter in Aussicht gestellt. Jetzt hat sich der zweite Wintermonat von einer ganz anderen, aber fast normalen Seite gezeigt. Wetterbestimmend war das kräftige und langanhaltende Hoch, welches am 13. durch einen "stürmischen Wind" der Stärke 8 (70 km/h) angekündigt worden war.

Mit einem Monatsdurchschnitt von - 2,0 Grad (Norm 0,5 Grad) hatten wir im Bereich der Heilbronner Wetterstation seit 7 Jahren erstmals wieder einen Schnitt im Minusbereich. In dieses Wettergeschehen passen so richtig die 17 Frost- und 10 Eistage an welchem das Thermometer nicht über die 0 Grad Marke hinaus kam. Dennoch ist der Tiefstwert von – 13,6 Grad am 23. nicht außergewöhnlich, obwohl seit 2009 in Heilbronn kein tieferer Wert gemessen wurde.

Das nahezu optimale Winterwetter wurde im Januar allerdings durch den fehlenden Niederschlag getrübt. Mit 27,8 l/qm fiel, zumeist als Schnee, gerademal 57,9 Prozent der langjährigen Niederschlagsnorm. Zumindest im Heilbronner Stadtgebiet war die "weiße Pracht" nicht ausgeprägt. Nur wenige Stunden konnte eine "geschlossenen Schneedecke" registriert werden, während an den übrigen 24 Tagen nur von einem "durchbrochenen Weiß" von gerademal zwei Zentimeter Stärke gesprochen werden konnte.

Wunderschöne Winterbilder von echo24.de-Lesern

Der an den letzten Tagen gefallene Niederschlag konnte kaum in den gefroren Boden eindringen und verstärkte so die fehlende Winterfeuchte. Die wenig winterlichen Temperaturen und der Regen zum Monatsschluss bescherten uns Tauwetter, das am 30. über weite Gebiete gefährliches Glatteis brachte.

Ein gutes Stück wird uns die milde Luft in den Februar hinein begleiten. Vielleicht wird der Februar wieder einmal zu warm. Dann würde sich auch die gesamte Durchschnittstemperatur des Winters 2016/17 erhöhen und der Heilbronner Wettermann wäre durch sein Wetter-Bauchgefühl nicht betrogen worden.

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