Massive Kritik

Skandal in Heilbronner JVA! Gefängnisleiter muss gehen

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Die Heilbronner JVA steht derzeit wegen eines Skandals massiv in der Kritik.
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Schmuggelaffäre und antisemitische Nachrichten. Jetzt gibt es auch ganz oben personelle Konsequenzen im Heilbronner JVA-Skandal.

Die anhaltenden Entwicklungen um die Heilbronner Justizvollzugsanstalt haben zu einer ersten Konsequenz seitens des Stuttgarter Justizministeriums geführt. Gefängnisleiter Hans-Hartwig Dickemann muss seinen Posten räumen heißt es in einer Mitteilung des Justizministeriums Baden-Württemberg. Demnach wird er nun Leiter des Vollzugs im Justizkrankenhaus Hohenasperg im Landkreis Ludwigsburg.

JVA Heilbronn: Schwäbischer Haller Gefängnisleiter übernimmt

Dickemann war wegen des sich ausweitenden Skandals in der Heilbronner JVA immer mehr in die Kritik geraten. Zuletzt hatte unter anderem der rechtspolitische Sprecher der CDU, Bernhard Lasotta, gegenüber dem SWR einen Neuanfang in der Gefängnisleitung gefordert, weil nur so wieder Vertrauen aufgebaut werden könne.

Die Justizvollzugsanstalt Heilbronn wird nun zunächst von Regierungsdirektor Mathias Rössle geleitet werden, der diese Aufgabe zusätzlich zu seiner Aufgabe als Leiter der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall übernehmen wird. Eine Begründung für den Wechsel an der Spitze gab es seitens des Justizministeriums allerdings nicht. 

Skandal in Heilbronner JVA: Schmuggel, Drogen, Volksverhetzung

Bei der Staatsanwaltschaft läuft derzeit lediglich ein Vorermittlungsverfahren gegen die Leitung der JVA. Das Augenmerk liegt hier bislang auf den Mitarbeitern. Zehn Bedienstete wurden wegen Schmuggel- und Drogenvorwürfen bereits vom Dienst suspendiert. Seit gestern ist bekannt, dass auch gegen sieben weitere Angestellte Ermittlungen unter anderem wegen Volksverhetzung laufen.

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