1. echo24
  2. Heilbronn

Nach Scheunenbrand in Silvesternacht: Mehr tote Tiere als angenommen

Erstellt:

Von: Dominik Jahn, Michaela Ebert

Kommentare

Während der unruhigen Silvesternacht kommt es in Heilbronn und Umgebung zu Randalen und Bränden. Rinder sterben durch einen Stallbrand in Fichtenau. Die Zahl der getöteten Tiere ist höher, als zunächst angenommen.

Update, 3. Januar 2023: Es ist nicht das einzige Feuer, das in der Silvesternacht von den Einsatzkräften der Feuerwehr gelöscht werden muss, aber womöglich das, mit den fatalsten Folgen. Auf einem Hof in Fichtenau (Kreis Schwäbisch Hall) gerät in der Neujahrsnacht ein Stall in Brand – darin befinden sich rund 70 Rinder.

Drei von ihnen können in der Nacht nicht gerettet werden, heißt es in einer ersten Meldung der Polizei. Nun aber steigt die Zahl der verendeten Tiere, wie der „SWR“ berichtet. Demnach ginge man derzeit von etwa 30 Tieren aus, die aufgrund des Brandes gestorben sind. Eine endgültige Bestätigung gibt es jedoch noch nicht.

Nach Stallbrand in Silvesternacht: Rinder flüchten in den Wald

Einige der Tiere seien bei der Freilassung in den Wald geflüchtet, heißt es weiterhin. Dort bewegen sich auch zwei Rinder noch frei und können gelegentlich gesichtet werden. Die Polizei arbeitet nun daran, die Tiere einzufangen.

Die Ursache des Brandes ist weiterhin unklar. Ein Nachbar hatte den Notfall bemerkt und die Leitstelle verständigt. Durch den Einsatz der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf das nahegelegene Wohnhaus verhindert werden. Der Sachschaden wird auf rund 300.000 Euro geschätzt.

Silvester-Randale in Heilbronn – dazu mehrere Brände und Streitereien

Erstmeldung, 2. Januar 2023: Die Anzahl der Brandverletzungen sorgte im Klinikum Stuttgart in der Silvesternacht 2022 für eine massive Zusatzbelastung, wie echo24.de berichtet hat. Und auch in der Region Heilbronn-Franken war zum Jahreswechsel einiges los.

Wie die Polizei Heilbronn auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt, mussten die Beamten in der gesamten Region dann doch wieder zu „einigen Einsätzen“ ausrücken. Brände, Ruhestörungen und Streitereien stehen am Ende in der Silvester-Bilanz der Polizei.

Zwei größere Brände in der Region in Bad Wimpfen und Bad Rappenau

Von insgesamt 27 Kleinbränden spricht die Polizei Heilbronn. Dazu zählen Brände an Hecken, Büschen oder Altkleidercontainern. Zwei der Kleinbrände hatten sich noch zu einem größeren Flammen-Fiasko entwickelt, als sie auf angrenzende Gebäude übergegriffen hatten.

Einrichtung:Klinikum Stuttgart
Zusammenschluss:Krankenhäuser Bürgerhospital, Katharinenhospital, Krankenhaus Bad Cannstattund Olgahospital
Auslastung jährlich:90.000 Patienten stationär und 600.000 ambulant
Anzahl Mitarbeiter:7.000

So brannte in Bad Wimpfen das Vordach des Hohenstaufen-Gymnasiums. Laut Polizei-Bericht bemerkte in der Nacht auf Sonntag, gegen 2:45 Uhr, eine Zeugin den Brand zweier Papiercontainer am Eingangsbereich. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf rund 10.000 Euro. Die Ursache für das Brandgeschehen ist derzeit noch unbekannt. 

Und in Bad Rappenau, im Kreis Heilbronn, stand ein Dachstuhl in Flammen. Der dabei entstandene Sachschaden soll bei rund 100.000 Euro liegen. Die Ursache des Brandes ist laut Polizei noch nicht bekannt. Bei den meisten Bränden sei „aufgrund der Häufung“ durchaus von einem Zusammenhang mit Feuerwerkskörpern auszugehen. Die Ermittlungen dazu müssen aber erst noch abgeschlossen werden.

Rinder sterben bei Stallbrand in Fichtenau

Von einem Stallbrand berichtet der „SWR“. In Fichtenau (Kreis Schwäbisch Hall) sind dabei mehrere Rinder gestorben. Dem Beitrag zufolge hatte ein Nachbar gegen 23 Uhr am Silvesterabend Flammen gesehen und die Polizei gerufen. Weiter heißt es dazu: „Im Stall waren etwa 70 Rinder und Kälber. Die meisten Tiere konnten durch Anwohner und Feuerwehr befreit werden, drei Rinder verendeten im Stall. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt“. Der Sachschaden wird auf 300.000 Euro geschätzt. Die Brandursache ist noch unklar.

Silvester-Randale in Heilbronn

Neben einigen kleineren Streitereien, Ruhestörungen und Körperverletzungen, musste die Heilbronner Polizei an Silvester aber auch einen etwas größeren Einsatz fahren. Gegenüber echo24.de heißt es dazu, dass es im Bereich des Marktplatzes in Heilbronn zu einem „Aufruhr“ gekommen war.

Gegen 23.30 Uhr kam es „zu einer größeren Menschenansammlung mit zirka 150 Personen“. Die Polizei erklärt: „Es waren einzelne Personengruppe dabei, die sich besonders aggressiv verhalten haben. Wir waren dann mit mehreren Streifenwagen vor Ort.“ Einige Personen mussten demnach auch festgenommen werden. Sie wurden dann zur Ausnüchterung in eine Zelle gesperrt, um sie in den folgenden Tagen dem Richter vorzuführen. Es gehe dabei auch darum, dass man Böller nicht in Menschenmengen abfeuert.

SLK-Klinikum zieht Bilanz zum Jahreswechsel

Wie auch das Klinikum in Stuttgart ,so melden auch die SLK-Kliniken in Heilbronn ein erhöhtes Patientenaufkommen. Laut dem Bericht im „SWR“ wurden in der Notaufnahme aber keine Spitzenwerte erreicht. Wie es heißt, wurden am Klinikum am Gesundbrunnen insgesamt zwölf Patienten mit Verletzungen durch Feuerwerkskörper eingeliefert, darunter sei auch ein Kind gewesen.

Des Weiteren seien auch stark alkoholisierte Personen eingeliefert worden, „Menschen mit Sturzverletzungen oder mit Verletzungen wegen körperlichen Auseinandersetzungen“.

Auch interessant

Kommentare