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Hohe Energiekosten: Bäder müssen schließen – so steht es um Heilbronn

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Von: Juliane Reyle

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Kinder springen in ein Becken im Freibad.
45 Bädern in Baden-Württemberg droht die Schließung – wie steht es um Heilbronn? © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Das Innenministerium gibt preis: 45 Schwimmbädern in Baden-Württemberg droht die Schließung aufgrund zu hoher Energiepreise – ist auch Heilbronn betroffen?

Mindestens 45 von über 700 Bädern in Baden-Württemberg soll eine Schließung aufgrund der aktuell sehr hohen Energiekosten drohen. Die steigenden Energiekosten machen somit nicht nur den Privathaushalten zu schaffen, sondern auch den Kommunen und dadurch den städtischen Bädern. Häufig rentiert sich der Betrieb der Bäder nicht mehr.

In Heilbronn ist dieses Jahr eine „halbwegs normale“ Badesaison zu erwarten

Auf echo24.de-Anfrage haben die Stadtwerke Heilbronn Entwarnung gegeben: Den Heilbronner Bädern drohen derzeit keine Schließungen. Die Badesaison soll „halbwegs normal zu Ende geführt“ werden. Die Energie- und Kostenkalkulation der Kommune scheint für die Heilbronner Bäder somit positiv ausgefallen zu sein. Kleinere Einschränkungen beim Badevergnügen bleiben jedoch trotzdem.

Heilbronner Bäder: Mangel an Bademeistern sorgt für Einschränkung der Öffnungszeiten

Um eine Veränderung der Öffnungszeiten sind auch die Heilbronner Bäder nicht vorbeigekommen. Aufgrund von Personalmangel war dieser Schritt notwendig: Es gibt zu wenig Bademeister, um die Öffnungszeiten aus vergangenen Jahren zu halten.

Dabei sind ausgerechnet die Bademeister wichtig, um das Schwimmen in den Bädern zu ermöglichen. Vor allem die Sicherheit steht dabei an oberster Stelle. Zum Beispiel ertrinken Kinder meist lautlos, weshalb ein besonders wachsames Auge gefragt ist. Doch Bademeister sorgen nicht nur für einen sicheren Aufenthalt im Wasser, sondern auch dafür, dass rund um das Schwimmbecken die Badeordnungen eingehalten wird. echo24.de hat bereits darüber berichtet, ob das Baden „Oben ohne“ erlaubt ist oder nicht.

SPD-Fraktion fordert eine verstärkte Unterstützung der Bäder

Eine finanzielle Grundförderung für die kommunalen Bäder wäre notwendig, um das „Bädersterben“ einzuschränken, deshalb fordert die SPD-Fraktion eine verstärkte Unterstützung der Kommunen. Die Bäder müssen nicht nur für das Freizeitvergnügen erhalten werden, sondern auch für den Lehrbetrieb – wie dem Schulschwimmen oder generell der Möglichkeit, Kindern das Schwimmen beizubringen. Eine Fachförderung zum „Ausbau der regenerativen Energien, wie Wärmepumpen oder Solarthermie“ gibt es bereits, doch müsse laut SPD-Fraktion noch weiter ausgebaut werden.

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