Nach der Corona-Zeit

Schwarz-Gruppe Neckarsulm: Interner Plan enthüllt – Neue Homeoffice-Regel

Lidl und Kaufland gehören zur Schwarz-Gruppe.
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Mitarbeiter der Schwarz-Gruppe können auch nach Corona teilweise im Homeoffice arbeiten (Symbolbild).
  • Jason Blaschke
    VonJason Blaschke
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Die Schwarz-Gruppe in Neckarsulm will Mitarbeitern mit Büroarbeitsplätzen nach der Corona-Zeit bis zu zwei Tage Homeoffice ermöglichen – alle Details.

Als 2020 die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg* und in der ganzen Welt angestiegen sind, wurde die Homeoffice-Pflicht in Deutschland* eingeführt, über welche die echo24.de-Redaktion* ausführlich berichtet hatte. Auch die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe – zu der auch die Lebensmittel-Riesen Kaufland und Lidl Neckarsulm* gehören – schickte in Folge der geltenden Corona-Beschränkungen einen Großteil der Mitarbeiter mit Büroarbeitsplätzen ins Homeoffice.

Viele Menschen lernten in der Lockdown-Zeit das Arbeiten von zu Hause aus zu schätzen. Nicht verwunderlich, immerhin spart man Anfahrtszeiten oder auch Benzinkosten. Eine Umfrage des europäischen Unternehmens „ClickMeeting“ zeigt: Ganze 66 Prozent der Befragten geben an, „gerne“ oder sogar „äußerst gerne“ im Homeoffice zu arbeiten. Zuvor hatte die Deutsche-Presse-Agentur über die Umfrage berichtet. Lediglich neun Prozent der Umfrage-Teilnehmer lehnen das Homeoffice grundsätzlich ab.

Schwarz-Gruppe Neckarsulm: Neue Homeoffice-Möglichkeit für Mitarbeiter

Solche Umfragen könnten für die Schwarz-Gruppe in Neckarsulm ausschlaggebend dafür gewesen sein, dass Homeoffice auch in der Zeit nach Corona weiter zu ermöglichen. Aus einer internen Mitteilung, die der Heilbronner Stimme vorliegt, geht hervor, dass der Handelskonzern seinen Mitarbeitern mit Büroarbeitsplätzen bis zu zwei Tage Homeoffice pro Woche ermöglichen will – auch nach der Corona-Zeit. Wie das im Detail funktionieren soll, ist auch schon bekannt.

UnternehmenSchwarz-Gruppe
HauptsitzNeckarsulm, Baden-Württemberg
Mitarbeiterzahl500.000 (Stand: 2020)
Umsatz125,3 Mrd. Euro (2020/21)
Gründung1930 von Josef Schwarz

So heißt es in der internen Mitteilung, über welche die Heilbronner Stimme berichtet: Der Schwarz-Gruppe sei es ein wichtiges Anliegen, die Erfahrungen aus der Corona-Zeit sowie die Vorteile flexibler Arbeitszeitmodelle in die künftige Arbeitskultur zu integrieren. Unterzeichnet wurde die Mitteilung an die Mitarbeiter von Dirk Barnard (Personalvorstand) und Carsten Theurer (Vorstandsvorsitzender). Bekannt ist auch, ab wann die neuen Homeoffice-Regeln gelten sollen.

Schwarz-Gruppe Neckarsulm: Das müssen Mitarbeiter im Homeoffice beachten

„Mit der Neuregelung fürs mobile Arbeiten habt ihr bei Ausübung einer Bürotätigkeit grundsätzlich die Möglichkeit, bis zu zwei Tage pro Woche euren Arbeitsort frei zu wählen“, teilen die beiden Vorstände in der internen Mitteilung ihren Mitarbeitern mit. Sobald mit Belegschaft wieder im Regelbetrieb vor Ort sei, sollen die neue Homeoffice-Regelung innerhalb der Schwarz-Gruppe greifen. Allerdings müssen Mitarbeiter die Tage, an welchen sie ins Homeoffice möchten, intern abstimmen.

In der Mitteilung an die Mitarbeiter der Schwarz-Gruppe heißt es dazu: Die mobilen Arbeitstage können in Abstimmung mit der jeweiligen Führungskraft flexibel in Anspruch genommen werden. Voraussetzung sei aber, dass man sich innerhalb Deutschlands aufhalte. Sprich: Homeoffice als Verlängerung des Auslandsurlaubs ist nicht gestattet. Zudem hätten notwendige Termine vor Ort, zum Beispiel Personalgespräche, stets Vorrang.

Schwarz-Gruppe Neckarsulm: Homeoffice für alle – aber es gibt Ausnahmen

Aktuell gelten Berichten der Heilbronner Stimme zufolge in der Schwarz-Gruppe in Neckarsulm die Vorgaben des Wiederanlaufs. Das heißt: Es sind derzeit ohnehin noch Mitarbeiter coronabedingt im Homeoffice. Und das Arbeiten unter Corona-Beschränkungen könnte die Wirtschaft womöglich noch länger begleiten. Der Grund: Erst kürzlich hatte sich Bundesarbeitsminister Hubertus Heil in Anbetracht einer vierten Corona-Welle in Deutschland* zum Comeback der Homeoffice-Pflicht im Herbst* geäußert.

Unabhängig davon werden in der Schwarz-Gruppe für einzelne Bereiche in Neckarsulm separate Regelungen vereinbart. Berichten der Heilbronner Stimme zufolge betrifft das die Sparten Schwarz IT, die Restaurantbetriebe, Schwarz Personal Services, Schwarz Media Plattform, Schwarz Digital und Lidl Digital. Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe stand in letzter Zeit übrigens häufiger in den Schlagzeilen. Allerdings nicht wegen Homeoffice, sondern aufgrund von Personaländerungen.

Die echo24.de-Redaktion* hatte ausführlich über das Schwarz-Gruppen-Aus von Manager Klaus Gehrig* berichtet. Kurz nachdem die Meldung darüber viral gegangen ist, wurde bekannt, dass auch Vorständin Annabel Ehm die Schwarz-Gruppe verlässt*, wo sie zuletzt die Bereiche interne Prüfung und Beratung geleitet hatte. Nun also die Neuregelung in Sachen Homeoffice, mit der sich die Unternehmensgruppe in Sachen Arbeitskultur neu ausrichtet. *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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