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S4-Eilzug in Heilbronn wird durch neuen Regionalexpress ersetzt

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Von: Mia Köhler

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Bahnhof in Heilbronn
Ein neuer Regionalexpress löst den Eilzug der S4 ab Dezember ab. © picture alliance/dpa | Christoph Schmidt

Wenn Anfang Dezember der neue Fahrplan der Bahn startet, soll es einen Regionalexpress direkt vom Hauptbahnhof in Heilbronn nach Karlsruhe geben. Diese neue Verbindung soll viele Vorteile mit sich bringen, der Verkehrsclub Deutschland betrachtet sie jedoch auch kritisch.

Die neue Verbindung soll vom Heilbronner bis zum Karlsruher Hauptbahnhof gehen und verspricht, dass die Fahrtzeit nur noch 70 Minuten beträgt – und nicht mehr 90 Minuten wie bislang. Ebenso gibt es Toiletten in den Zügen, diesen Ausbau befürwortet auch der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Regionalverband Hall-Heilbronn-Hohenlohe. Es soll der erste Schritt für eine potenzielle durchgängige Verbindung bis nach Crailsheim sein.

Regionalexpress birgt auch Kritikpunkte, Verbindungen in der Region Heilbronn fallen weg

Es gibt jedoch auch Nachteile dieser neuen Verbindung: Der Eilzug der Stadtbahn S4 von Karlsruhe nach Weinsberg wird gestrichen. Jede Stunde fehlen somit ein bis zwei Verbindungen von Weinsberg nach Leingarten, wo der Regionalexpress nicht halten wird.

Der eingleisige Abschnitt zwischen Leingarten und Schwaigern ist dafür verantwortlich. Der Regionalexpress würde entgegenkommende Stadtbahnen behindern oder selbst aufgehalten werden. Wobei der VCD jedoch behauptet, dass man mit gutem Willen und Anpassungen am Stadtbahnfahrplan auch das hätte vermeiden können. Ein Ausbau auf zwei Gleise ist für 2024 geplant, daher ist erst im Dezember 2024 eine Änderung zu erwarten, sodass der Express auch in Leingarten halten kann.

Stadt Heilbronn lehnt Eigenfinanzierung von Eilzug der S4 ab

Der Eilzug der Stadtbahn S4 fällt aus, da er früher vom Land mitfinanziert wurde und durch den Regionalexpress diese Finanzierung wegfällt. Die Stadt Heilbronn müsste daher das Geld aufbringen. Es wird von der Stadt jedoch kein Bedarf an dem Eilzug gesehen, sie besitzt eine eher abwehrende Haltung.

Die Verbindung nach Weinberg sei laut der Stadt Heilbronn immer noch gut genug abgedeckt, da zu jeder Zeit mindestens zwei Verbindungen pro Stunde bestehen. Im Bezug auf den Klimaschutz und die Verkehrswende wird dies beim VCD eher kritisch gesehen.

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