Am 15. Juni im Heilbronner Wertwiesenpark

Interview: Rea Garvey mit intimen Einblicken vor "Neon"-Open-Air-Tour

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Rea Garvey spielt am 15. Juni im Wertwiesenpark in Heilbronn.
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Der Sänger und Ex-"The Voice"-Mitglied über seine wichtigsten Hits, spannende Kollabos und die Idee zu "Supergirl".

Bekannt wurde er mit dem Megahit "Supergirl" und seiner Ex-Band Reamonn. Seit deren Auflösung ist der irischstämmige Rea Garvey erfolgreich auf Solo-Pfaden unterwegs. Im Sommer geht's für Rea Garvey auf "Neon"-Open-Air-Tour, bei der er am Samstag, 15. Juni, um 19.30 Uhr auch im Heilbronner Wertwiesenpark Station macht.

Vor der heißen Phase der Tour-Vorbereitung hat er sich mit echo24.de über Schubladen-Denken, Einflüsterungen beim Songwriting und ein mögliches Reamonn-Comeback unterhalten.

Sie gelten als 'Mister Vielseitig'. Schließlich haben Sie schon mit so unterschiedlichen Künstlern wie Nelly Furtado, Paul van Dyk, Kool Savas und In Extremo zusammengearbeitet. Sehen Sie Musik als etwas Grenzenloses und ist Schubladen-Denken im Jahr 2019 sowieso überholt?
Rea Garvey: Egal, mit wem ich zusammengearbeitet habe: Ich hatte immer eine Beziehung zu den Menschen und ihrer Musik. Es macht mir Spaß, Neues auszuprobieren, weil ich dabei auch in mir was entdecke, das ich bis dahin nicht gekannt habe. Dafür bin ich dankbar.

Rea Garvey ist für seine offene und lockere Art bekannt.

Schwingt bei einer solchen Grenzenlosigkeit das Risiko mit, die Erwartungen der Fans nicht zu treffen?
Mir ist wichtig, dass ich die Musik liebe, die ich mache. Klar, manche Leute finden nicht jede Zusammenarbeit cool. Ich fühle mich da wie in einem Raum, in dem ich in der Mitte stehe und von dem vier Türen wegführen. Durch die eine geht einer weg, durch eine andere kommt jemand herein. Und ich kann entscheiden, durch welche Tür ich musikalisch gehen möchte.

Rea Garvey: Das Schönste sind die Menschen

Im Juni 2015 waren Sie schon mal im Wertwiesenpark zu Gast. Erinnern Sie sich noch an Heilbronn?
Ich bin viel unterwegs, da kann ich mir leider nicht jede Stadt anschauen. Die schönste Attraktion jeder Stadt sind aber die Menschen – und die sehe ich ja spätestens auf meinen Konzerten. Die Menschen einer Stadt sind schöner und wichtiger als jede Straße und jeder Platz.

Welches Ihrer Lieder mögen Sie selbst am liebsten?
Schwierig. 'Wild Love' spiele ich sehr gerne live. Ein sehr lebendiges Stück, da flippe ich einfach aus.

Rea Garvey über "Wild Love" und "Supergirl"

Was ist beim Songwriting zuerst da? Die Melodie, das Thema oder doch der Liedtext?
Zuerst überlege ich mir, worüber ich singen möchte. Dann finde ich die Melodie. Die besteht erst nur aus Lauten – und langsam werden diese zu echten Wörtern. Bei 'Wild Love' war der erste Satz gleich da, bei 'Supergirl' stand zuerst der Titel. Und bei 'Is it Love?' hatte ich das Gefühl, jemand flüstert mir das Lied ins Ohr.

Früher bei Reamonn, Jury-Mitglied bei "The Voice of Germany" und vor allem als Solo-Künstler mega erfolgreich: Rea Garvey

Welche Nummern haben Sie bei der "Neon"-Open-Air-Tour im Gepäck?
Die Setlist steht noch gar nicht. In den zurückliegenden Wochen habe ich vor allem neue Lieder geschrieben. Die Shows werden aber unvergesslich und bieten auch einen Mehrwert für alle, die schon bei der Hallentour zum 'Neon'-Album mit dabei waren.

Wie denken Sie heute über die Zeit bei Reamonn? Gibt es vielleicht irgendwann noch ein Comeback?
Zu den damaligen Musikern habe ich weitgehend keinen Kontakt mehr. Die Trennung lief auch nicht wirklich schön ab. Dennoch war die Zeit bei Reamonn eine der besten meines Lebens. Derzeit sehe ich keinen Grund für ein Comeback. Wenn es sich aber irgendwann richtig anfühlt, Reamonn wieder aufleben zu lassen und der passende Zeitpunkt gekommen ist, werde ich mich nicht verschließen.

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