Verhandlungsfähigkeit des Vaters fraglich

Mann ersticht Söhne: Prozessauftakt extrem schwierig

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Ein Polizeisiegel an der Eingangstür des Hauses in Vaihingen an der Enz. Hier wurden die Leichen der beiden Kinder entdeckt.
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Ein Polizeisiegel an der Eingangstür des Hauses in Vaihingen an der Enz. Hier wurden die Leichen der beiden Kinder entdeckt.
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Am Heilbronner Landgericht wird derzeit ein krasser Fall verhandelt.

Zum Prozessauftakt um den Tod zweier Kinder hat am Mittwoch der Verteidiger vor dem Landgericht Heilbronn die Verhandlungsfähigkeit des angeklagten Vaters angezweifelt. Der 40-Jährige, der während der Sitzung ständig mit den Tränen kämpfte, soll im vergangenen Februar mit einem Backstein auf die Köpfe seiner beiden Söhne eingeschlagen und sie anschließend mit einem Messer getötet haben.

Zum Zeitpunkt der Tat in Vaihingen an der Enz soll der Mann unter schweren Depressionen gelitten und unter einer Überdosis Antidepressiva gestanden haben. Einem Gutachter hatte der Mann gesagt, er könne sich nicht an die Tat erinnern.

Der Anwalt sprach davon, dass sich sein Mandat in den Vorgesprächen selbst als einen Zombie bezeichnet habe. Die Staatsanwältin deutete in ihrer Klageschrift an, dass am Ende des Verfahrens die Einweisung in eine psychiatrische Klinik stehen könnte. Bis Mitte Dezember sind neun weitere Termine angesetzt.

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