Gelungene Veranstaltung

Gedankenaustausch zwischen Ärzten und Physiotherapeuten

Die Referenten und Initiatoren der Acos-Akademie (von links): Olaf Zetsche, Dr. Michael Acker, Dr. Oliver Eckardt und Dr. Peter Kindermann.
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Mehr als 150 Teilnehmer bei der Premiere der Acos-Akademie in Heilbronn.

Kaum eine andere Branche unterliegt einem so schnellen Wandel wie die Medizin und Patiententherapie. Neueste Behandlungsmethoden von heute, können durch die rasante Entwicklung und Erkenntnisse der Forschung bereits morgen überholt sein. Dieser Tatsache will die Acos Praxisklinik im Neckarturm in Heilbronn Rechnung tragen und hat deshalb die Acos-Akademie ins Leben gerufen. Unter dem Motto "Physio Day 2018" fand am Samstag im Tagungszentrum Wohlgelegen in Heilbronn die erste Veranstaltung statt. Und mehr als 150 Physiotherapeuten folgten der Einladung.

Die Bilder von der Acos-Akademie-Premiere in Heilbronn

"Die Qualität der Behandlung wird durch den Austausch zwischen Ärzten und Physiotherapeuten bedeutend verbessert. Diese haben eine ganz andere Ausbildung als wir Orthopäden und auch eine unterschiedliche Blickweise auf das Problem. Zudem sehen sie den Patienten viel häufiger als wir", erklärt Dr. Oliver Eckardt, Inhaber der Praxis. Dr. Michael Acker, ebenfalls Praxis-Inhaber, ergänzt: "Die enge Zusammenarbeit mit den Physios und die Kommunikation sind aufgrund fehlender Zeit zuletzt etwas auf der Strecke geblieben. Das Forum soll dem Austausch und der gegenseitigen Kontaktpflege dienen sowie die aktuellen Standards aufzeigen."

Die Kommunikation ist wichtig

Eine Idee, die ankommt: "Es ist gut, dass es dieses Angebot jetzt auch in Heilbronn gibt", sagt Jörg Schäffler, Physiotherapeut an den SLK-Kliniken in Heilbronn. "Die Kommunikation zwischen Ärzten und uns ist sehr wichtig. Die Medizin schreitet schnell voran. Wir müssen, auch gegenüber den Krankenkassen, immer auf dem neuesten Stand sein. Hier bekommen wir Informationen direkt von den täglich operierenden Ärzten und können die Erkenntnisse direkt in den Heilungsprozess der Patienten einfließen lassen."

So sieht es auch Thomas Motsch, Inhaber vom Kraft- und Physiopotential in Heilbronn: "Nur durch den gegenseitigen Informationsfluss und Gedankenaustausch können wir die bestmögliche Behandlung für die Patienten gewährleisten. Gerade auf der Kommunikationsebene gibt es noch einige Defizite." Diana Hehl, Mitarbeiterin der Praxis Konrad in Brackenheim sieht ebenfalls Handlungsbedarf: "Hier bekommen wir die Informationen, wie Ärzte vorgehen. Von der Untersuchung bis zur Behandlung. Es gibt bisher viel zu wenige Möglichkeiten, sich so auszutauschen."

Regelmäßige Fortsetzung erwünscht

Jeweils vier Vorträge zu je 30 Minuten werden an diesem Tag gehalten. Eckardt referiert über Kreuzbandrisse, Acker über Verletzungen an der Schulter-Rotatorenmanschette. Dr. Peter Kindermann erklärt den Schmerz, der von der Lendenwirbelsäule ausgeht und Olaf Zetsche zeigt Therapiekonzepte bei Sprunggelenksverletzungen auf. Jeweils im Anschluss kommt es zur Frage-Antwort-Runde. Eine kurzweilige und informative Veranstaltung. Einig sind sich am Ende alle Beteiligten: Die Akademie muss eine regelmäßige Fortführung erfahren.

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