Fahrlässige Brandstiftung

Brand in Mehrfamilienhaus! Polizist leicht verletzt

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Das war eng! "Nur" leichte Verletzungen erlitt ein Polizeibeamter bei einem Einsatz am Mittwochabend in Heilbronn.

Weil ein Rauchmelder in einer Nachbarwohnung laut schrillte, verständigte ein Anwohner des Mehrfamilienhauses in der Weststraße gegen 23.30 Uhr die Polizei. Da in der Wohnung, aus der die Polizeibeamten Rauchgeruch wahrnahmen, Licht brannte und auf Läuten niemand öffnete, bestand der Verdacht, dass sich die 51-jährige Bewohnerin in einer hilflosen Lage befand. 

Hierauf traten die Polizisten die Wohnungstür ein. Da die Rauchentwicklung jedoch bereits so massiv geworden war, konnten die Polizeibeamten die Räumlichkeiten auch nach mehreren Minuten nicht betreten. Erst Einsatzkräfte der zwischenzeitlich eingetroffenen Berufsfeuerwehr konnten die Wohnung mit Atemschutzmasken betreten. Dabei stellten sie fest, dass sich niemand in der Wohnung befand. 

Da eine Gefährdung der Bewohner des siebenstöckigen Wohnhauses nicht ausgeschlossen werden konnte, veranlassten die Beamten eine Räumung des Hauses, in der 21 Parteien wohnhaft sind. Die Feuerwehr konnte zwischenzeitlich den Brand ausfindig machen. Die 51-jährige Bewohnerin hatte vermutlich einen noch glühende Zigarettenkippe in den Müll geworfen, woraufhin sich dieser entzündete. 

In der Wohnung entstand Sachschaden in Höhe von rund 1.000 Euro. Die 51-Jährige, die noch während des Einsatzes stark alkoholisiert nach Hause zurückkam, muss nun mit einer Strafanzeige wegen fahrlässiger Brandstiftung rechnen. Bei dem Einsatz erlitt einer der eingesetzten Polizeibeamten eine Rauchgasvergiftung und musste stationär im Krankenhaus versorgt werden.

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