Festnahme im März 2018

Propaganda für IS? Heilbronner vor Gericht

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Ein ehemaliger Heilbronner soll Propaganda für die Terrormiliz Islamischer Staat gemacht haben.

Weil er um Mitglieder und Spenden für die Terrormiliz Islamischer Staat geworben haben soll, muss sich seit Donnerstag ein 34-Jähriger vor dem Oberlandesgericht in Stuttgart verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, über eine deutschsprachige "Medienstelle" Propaganda für den IS betrieben zu haben. Über soziale Netzwerke habe er Videos des IS – mitunter von grausamen Enthauptungen - geteilt.

Angeklagter soll Mitglieder geworben haben

Die Clips versah der Beschuldigte laut Anklage mit deutschen Untertiteln. In Kommentaren habe dazu aufgerufen, ins Hoheitsgebiet des IS zu reisen und sich der Organisation anzuschließen. Der Deutsch-Algerier soll außerdem von 2015 bis 2017 Profile für soziale Netzwerke, Nachrichtendienste sowie E-Mail-Adressen für vier Islamisten in Syrien und dem Irak eingerichtet haben. Mit ihnen hätten die aus Deutschland ausgereisten Männer geheim kommunizieren können.

Angeklagter wohnte in Heilbronn

Der Angeklagte, der zuletzt in Heilbronn gewohnt hatte, war im März 2018 festgenommen worden. Er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Das Gericht hat für den Prozess 27 Verhandlungstage angesetzt.

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