Autobahn zeitweise voll gesperrt

Tödlicher Unfall auf A6: Rettungsgassen-Chaos gipfelt in unfassbarer Reaktion von Lkw-Fahrer

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Auf der A6 bei Heilbronn hat es einen tödlichen Unfall gegeben.
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Auf der A6 gab es einen schlimmen Unfall, bei dem eine Person ums Leben kam.

+++ Update, 18. Juli +++

Beim tödlichen Unfall auf der A6 am Mittwochabend offenbarte sich erneut, wie groß das Rettungsgassen-Problem selbst bei solch tragischen Vorkommnissen nachwievor ist. Wie die Polizei berichtet, stellten Beamte in nur 45 Minuten etwa 100 Verstöße fest. Wie ein Lkw-Fahrer demnach reagierte, zeigt zudem den fehlenden Respekt gegenüber den Einsatzkräften, die in diesem speziellen Fall ein Leben retten wollten.

Nach tödlichem Unfall auf A6: Unfassbare Reaktion eines Lkw-Fahrers

Der 55-jährige Sprinterfahrer, der seinen Verletzungen noch am Unfallort erlag, war am Stauende auf einen Lkw aufgefahren - und stark eingeklemmt worden. Mit schwerem Gerät hatte die Feuerwehr versucht, den Mann zu befreien.

Wegen massiver Blockierungen der eigentlich so leicht zu bildenden Rettungsgasse kam ein Rettungsfahrzeug ohnehin nur langsam vorwärts. Als die Einsatzkräfte schließlich wegen eines Lkws komplett stecken blieben, obwohl genug Platz war, klappten die Rettungskräfte den Außenspiegel ihres Fahrzeugs ein.

Hierbei wurden sie zunächst aus einem Sattelzug heraus beschimpft. Dann die weitere unfassbare Reaktion des Lkw-Fahrers: Er bespuckte den Rettungswagen! Eine Aktion voller Missachtung.

A6: Fehlende Rettungsgasse bei tödlichem Unfall - Polizei ermittelt

Der uneinsichtige Lkw-Fahrer wurde nach Angaben der Heilbronner Stimme sofort zur Kasse gebeten, weil er aus dem Ausland stammte. Ein aufgezeichnetes Video wird im Hinblick auf die anderen Verstöße noch ausgewertet. Offenbar lässt sich das Bilden einer Rettungsgasse nur durch hohe Geldbußen einbläuen. Dann ist die Verzögerung im Rettungsablauf aber unter Umständen längst entstanden.

Einen Grund, die Rettungsgasse zu durchfahren, gibt es für Autofahrer übrigens nur in medizinischen Notfällen. Das musste bei dem tödlichen Unfall auf der A6 auch eine Fiesta-Besatzung lernen. Laut Polizei fuhr diese durch die gesamte Gasse bis zur Unfallstelle vor - und wollte dann auch da durchgelassen werden. Der Grund: "Wenn man der Polizei Flugtickets vorzeigt, wird man durchgelassen." Aber nein: Auch der Urlaub ist keine Ausrede!

Das Problem besteht allerdings leider auch nicht "nur" auf der Autobahn. Die Stadt Heilbronn greift insbesondere bei Falschparkern jetzt hart durch. Diese stellen immer wieder auch Rettungswege zu.

+++ Ursprungsmeldung, 17. Juli +++ A6: Mann stirbt nach Unfall am Stauende

Bei einem tragischen Unfall am Mittwoch kam auf der A6 ein Mann ums Leben. Der 55-Jährige war mit seinem Sprinter auf einen Sattelzug geprallt und überlebte seine Verletzungen nicht.

Gegen 18.30 Uhr staute sich der Lkw-Verkehr am Mittwoch auf dem rechten Fahrstreifen der A6 in Fahrtrichtung Nürnberg auf Höhe Heilbronn-Biberach. Der Fahrer des tschechischen Sprinters bemerkte diesen Umstand offensichtlich zu spät. 

A6: Mann verstirbt vor Ort wegen schwerster Verletzungen

Obwohl er noch versuchte, leicht nach rechts zu lenken, konnte er nicht verhindern, dass er mit großer Wucht gegen die rechte hintere Ecke eines Lkw prallte.

Dabei erlitt der Fahrer schwerste Verletzungen, denen er noch an der Unfallstelle erlag. Für die Bergung und Versorgung der Beteiligten musste die A6 in Richtung Nürnberg bis 19.50 Uhr voll gesperrt werden.

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