Geretteter wähnt drei Freunde im Wasser

Großaufgebot am Neckar! Polizei, Feuerwehr und DLRG suchen nach Phantomen

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Symbolbild.
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Passanten ziehen einen 20-Jährigen aus dem Wasser. Der erzählt im Alkoholwahn offenbar eine folgenschwere Geschichte.

Mehrere Streifen der Polizei. 18 Einsatzkräfte, fünf Fahrzeuge und ein Boot der Berufsfeuerwehr Heilbronn. Mehrere Fahrzeuge, Boote und 24 Kräfte von der DLRG. Ein bereit stehender Rettungswagen und ein Notarzt. Sowie der Nachtbereitschaftsdienst der ZEAG. Sie alle suchten in der Nacht zum Sonntag fieberhaft den Neckar ab - nach drei Phantomen.

Kurz nach 1 Uhr wurde der Polizei gemeldet, dass eine Person im Bereich zwischen der Heilbronner Friedrich-Ebert-Brücke und der Götzenturmbrücke im Neckar schwimme und nicht allein heraus komme.

Der 20-Jährige konnte zwar durch Passanten aus dem Wasser gezogen und gerettet werden. Doch er ließ Schlimmeres befürchten: Er erzählte den angerückten Einsatzkräften, dass drei Freunde von ihm noch im Wasser seien.

Während er vom Rettungsdienst in Krankenhaus gebracht wurde, begann am Neckar bereits die großangelegte Suchaktion. Die Feuerwehr durchsuchte das Wasser von einem Boot aus mit Echolot und gleichzeitig wurden auch die Uferbereiche in Augenschein genommen.

Doch dann die ungewöhnliche, aber glückliche Wendung: Die Polizei fand nach und nach heraus, dass die drei erwähnten Männer überhaupt nicht mit dem Geretteten unterwegs waren. Daraufhin konnte die Aktion abgebrochen werden. Warum der Mann seine Freunde mit ihm wähnte? "Nicht absichtlich", erklärt ein Polizeisprecher auf Anfrage. Stattdessen war vermutlich der Alkohol Schuld. Ein Test hatte einen Wert von über zwei Promille ergeben.

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