Ein Fall krasser als der andere

Polizei "entsetzt"! Autofahrer verhielten sich nach tödlichem Unfall in Heilbronn einfach widerlich

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Symbolbild.
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Ein Fußgänger war noch an der Unfallstelle verstorben. Doch andere Verkehrsteilnehmer hatten keinen Funken Anstand.

Missachtung der Rettungsgassen, keine Rücksicht auf andere, Gaffer. Immer wieder weist die Polizei auf mangelhaftes Verhalten von Verkehrsteilnehmern hin. Doch was sich nach dem tödlichen Unfall am Montag in Heilbronn abspielte, ist wohl selbst für die Beamten eine neue Dimension gewesen. Sie sei "entsetzt", schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung.

Auf der Großgartacher Straße in Heilbronn-Böckingen war ein Senior am Morgen von einem Lkw erfasst worden (wir berichteten). Der Mann erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Zu seiner Bergung und der anschließenden Unfallaufnahme musste die Polizei die B293 im Bereich der Unfallstelle für mehrere Stunden sperren.

Ein Autofahrer hat es besonders eilig - und will seine Kinder einfach stehen lassen

Doch viele Autofahrer hatten dafür offenbar absolut kein Verständnis. Die eingesetzten Beamten berichteten anschließend von teilweise widerlichem Verhalten: Autofahrer waren uneinsichtig, wurden frech und unfreundlich gegenüber den Einsatzkräften - und machten sogar Polizistinnen an. Ein Verkehrsteilnehmer wollte seine Kinder beim Absperrposten stehen lassen, weil er es eilig habe. Streifenwagen, die quer zur Fahrbahn standen, wurden einfach umfahren.

Die Polizei will es deshalb nochmal deutlich machen: Straßen werden nur dann gesperrt, wenn das auch wirklich notwendig ist! "Zur Rettung und Versorgung von Verletzten, zur Bergung der Fahrzeuge, zur Spurensicherung, Vermessung oder sonstigen wichtigen Maßnahmen." Auch der Schutz vor Gaffern kann demnach ein Grund sein.

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