Coronavirus

Erste Omikron-Fälle in Heilbronn: Virusvariante breitet sich rasant aus

Ein Mann steht mit Schutzanzug in einem Corona-Testzentrum und hält einen negativen Corona-Schnelltest in die Kamera.
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Die Virusvariante Omikron breitet sich rasant aus – nun wurden auch die ersten Fälle im Stadtkreis Heilbronn festgestellt. (Symbolbild)
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    VonLisa Klein
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Die Corona-Virusvariante Omikron breitet sich in Baden-Württemberg rasant aus. Nun wurden die ersten Fälle auch im Stadtkreis Heilbronn festgestellt.

Die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus scheinen Wirkung zu zeigen, die Corona-Zahlen in Baden-Württemberg sinken langsam – dennoch ist die Sorge der Politiker groß, dass die Situation sich wieder schnell zuspitzt. Der Grund dafür ist die sich rasant ausbreitende Virusvariante Omikron B.1.1.529, welche das erste Mal in Südafrika festgestellt wurde.

Der Anteil der Omikron-Variante bei den Neuinfektionen nimmt in Baden-Württemberg rasant zu. Bislang wurden bereits 980 Omikron-Fälle in Baden-Württemberg an das Landesgesundheitsamt (LGA) gemeldet. Das ist vor allem besorgniserregend, da es vor einer Woche noch „nur“ 157 Omikron-Fälle in Baden-Württemberg waren – die Fälle sind demnach innerhalb einer Woche auf das Sechsfache gestiegen. Am 20. Dezember 2021 wurde im Landkreis Heilbronn der erste Omikron-Fall nachgewiesen, nun hat auch der Stadtkreis erste Infektionen mit Omikron festgestellt.

Omikron breitet sich rasant aus: Erste Fälle im Stadtkreis Heilbronn festgestellt

In der Stadt Heilbronn wurden am Freitag (24. Dezember 2021) die ersten drei Covid-19-Infektionen mit der Omikron-Variante gemeldet. Alle Betroffenen wurden vom Städtischen Gesundheitsamt kontaktiert und aufgefordert, sich in Absonderung zu begeben. Zudem hat das Gesundheitsamt die Kontaktpersonennachverfolgung aufgenommen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Die engen Kontaktpersonen von Omikron-Infizierten müssen sich in häusliche Absonderung begeben. Grundsätzlich ist eine Quarantäne für alle Kontaktpersonen von Omikron-Infizierten immer notwendig, auch wenn die Kontakte geimpft oder genesen sind. Eine Freitestung wie bei anderen Virusvarianten ist bei Kontakt mit Omikron-Infizierten generell nicht möglich.

Die Omikron-Variante ist für ihre rasche Ausbreitung bekannt. Das Städtische Gesundheitsamt Heilbronn unternimmt daher alles, um die Verbreitung durch intensive Recherche von Infektionsquellen und Kontaktpersonen bestmöglich zu verlangsamen. Unter den infizierten Personen sind laut Angaben der Stadt zwei Reiserückkehrer.

Coronavirus: Omikron-Variante breitet sich in Deutschland immer weiter aus

Die Bundesregierung rechnet damit, dass die Zahl der Omikron-Fälle auch weiter schnell steigt. Ein Sprecher der Bundesregierung sagte laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) am Montag in Berlin. „Es ist damit zu rechnen, dass es durch die Omikron-Variante des Virus zu einem sehr dynamischen Infektionsgeschehen kommt.“ Insgesamt 7225 Fälle der neuen Corona-Variante wurden deutschlandweit bereits festgestellt, hieß es am Montag auf der RKI-Übersichtsseite (Datenstand 26. Dezember) – das sind 1031 mehr Nachweise als noch am Vortag. 

Bei der Beurteilung der Corona-Lage droht Deutschland Ungewissheit bis ins neue Jahr hinein. „Verlässlich dürften die Zahlen erst wieder Anfang Januar sein“, hatte Ute Teichert, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), vor den Weihnachtsfeiertagen gesagt. Eine sich aufbauende Omikron-Welle könnte dadurch erst verzögert deutlich sichtbar werden.

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