Im Sim-Racing

Norman König-Schlabschy aus Kupferzell ist deutscher Meister in besonderer Sportart

  • Priscilla Dekorsi
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Mit kleinen Modellbauautos fahren können wie mit echten Rennautos? Beim Sim-Racing oder Drift-Racing ist das annähernd möglich.

Sim Racing – für viele Menschen ist das noch ein Fremdwort, doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Nischen-Sport breitere Teile der Bevölkerung in seinen Bann zieht. Norman König-Schlabschy ist dafür zumindest mit verantwortlich. Der Verkaufsleiter aus Kupferzell und zweifache deutsche Meister im Sim Racing erklärt, worum es bei der Sportart geht: „Das Sim-Racing, das wir betreiben, ist nicht das typische Sim-Racing im Simulator vor der Konsole oder dem PC. Wir betreiben Hybrid-Gaming.“

Da nutzt man das Smartphone als Konsole. Dort werden die verschiedenen Fahrzustände simuliert und auf das Fahrzeug übertragen, das man tatsächlich vor sich stehen hat. Die Miniatur-Wagen beim Sim Racing sind originalgetreu in einem Maßstab von 1:43 nachgebaut und individuell personalisiert. „Eigentlich ist das ein Angriff auf die Carrera-Bahn“, erzählt der 32-Jährige. „Der Unterschied ist, dass die Fahrzeuge beim Sim-Racing auf jeder glatten Oberfläche fahren können.“

König-Schlabschy wird nach nur einem Jahr als Sim-Racer deutscher Meister

2017 hat ein Hersteller aus Speyer die Sim-Racing-Fahrzeuge, die DR!FT-Racer, entwickelt. König-Schlabschy kam durch seine Frau zu diesem besonderen Hobby. „Kathi hat mir 2017 zum Geburtstag meinen ersten DR!FT-Racer geschenkt. Danach gab es eigentlich kein Zurück mehr“, erklärt der Rennfahrer und schmunzelt. „2018 fand dann schon die erste deutsche Meisterschaft statt. Da bin ich dann deutscher Meister geworden und habe mit meinem Team-Kollegen Ulf Bohländer aus Mainz in der Kategorie Team gewonnen. Wir haben uns auf dem Hockenheim-Ring bei einem echten Drift kennengelernt.“

„Die Nervosität vor einem Sim-Racing-Wettbewerb ist gegeben. Da bekommt man dann auch ab und zu ein wenig zittrige Hände. Wer sich dann aber im Griff hat, hat die entscheidende Chance, die letzten Hundertstel schneller zu sein, als der Gegner. Das gelingt nur mit guter Koordination und Interesse am Motorsport“, sagt König-Schlabschy, der sich als Fallschirmspringer mit Adrenalin-Kicks auskennt. Ihm folgen fast 4.000 Menschen auf Instagram, Tendenz steigend. „Die Community ist riesig und wächst stetig.“

Die Community ist riesig und wächst stetig.

Sim-Racer Norman König-Schlabschy aus Kupferzell

Rubriklistenbild: © privat

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