Milderes Urteil wegen Kronzeugen-Regelung

Haftstrafen für Brandstiftung in geplantem Flüchtlingsheim

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Die Angeklagten wurden vom Landgericht Heilbronn verurteilt.

Im Prozess wegen Brandstiftung in einer geplanten Unterkunft für Flüchtlinge sowie illegalen Waffenbesitzes sind zwei Angeklagte vom Landgericht Heilbronn zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Für einen der beiden geständigen Täter - einen ein 33-jähriger Familienvater - hatte der Staatsanwalt eine Haftstrafe von über sechs Jahren gefordert. Da dieser bei der Polizei frühzeitig den Namen seines Mittäters verraten habe, sei ihm die Kronzeugen-Regelung im Strafgesetzbuch zugute gekommen, begründete das Gericht am Donnerstag das Strafmaß von vier Jahren und zehn Monaten. Der 24-jährige Mittäter kommt nach dem Urteil für vier Jahre und sieben Monate in Haft.

Beide zusammen hatten laut Gericht im Januar in Neuenstein aus fremdenfeindlichen Motiven in vier Rohbauten Brandbeschleuniger gezündet. Zwei richteten einen Schaden von insgesamt etwa 107.000 Euro an. Die Flüchtlingsunterkunft wurde mit zweimonatiger Verspätung bezogen

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