Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Fiese Teppichreiniger! Vorsicht vor Heilbronner Betrügern

+
Gauner versuchten mit einer Teppichreinigung eine 87-Jährige zu betrügen.
  • schließen

Mit einer neuen Betrugsmasche will eine Firma Wucherpreise erzielen.

Das geht ja mal gar nicht. Die Polizei ermittelt derzeit gegen eine Firma, die auch eine Filiale in Heilbronn betreibt. Deren Mitarbeiter haben nämlich auf übelste Weise versucht, eine 87-Jährige über den Tisch zu ziehen.

Zu den Fakten: Die Firma hat sich auf die Reinigung von Teppichen spezialisiert. Durch eine Anzeige wurde die Rentnerin auf das Unternehmen aufmerksam und bat diese um Reinigung zweier Teppiche. Als Mitarbeiter die Teppiche abholten, erklärten sie ihr, dass die Reinigung 300 Euro kosten würde. Sie packten die Teppiche ein und übergaben der Frau ein zusammengefaltetes Papier mit dem Kostenvoranschlag.

Firma steigert Betrag aus dem Nichts um 2400(!) Prozent

Die 87-Jährige traute ihren Augen nicht, als sie die "Rechnung" aufmachte. Dort hatten die Gauner einfach eine "7" vor den ausgemachten Betrag geschrieben, sodass urplötzlich 7.300 Euro für die Reinigung fällig werden sollten.

Als die Frau bei der Firma anrief, um diesen Betrag zu monieren, wurde ihr unmissverständlich klargemacht, dass sie den Betrag zu zahlen hätte, ansonsten würden die Teppiche nicht zurückkommen. Aber die alte Dame war clever. Zum Schein ging sie auf die Forderung ein. Als die Teppiche zurückgebracht wurden, wartete in der Wohnung schon die Polizei und nahm die Ganoven fest.

Alle drei Gauner sind bereits aktenkundig

Normalerweise werden für eine Teppichreinigung zwischen 15 bis 28 Euro pro Quadratmeter fällig. Im teuersten Fall also 504 Euro. Gegen die drei 15 bis 25 alten Gauner und den 32-jährigen Firmenchef wird nun wegen Betrugs ermittelt. Müßig zu erwähnen, dass alle Beteiligten aktenkundig und in ganz Deutschland tätig sind.

Auch interessant

Heiße Pommes: Frittiervorgang löst Brand aus

Volltreffer: Dealer in Heilbronn festgenommen

Alle Polizeimeldungen finden Sie hier.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare