Harte Arbeit soll belohnt werden

Lidl- und Kaufland-Mitarbeiter dürfen sich über mehr Gehalt freuen

Eine Frau und ein Kind stehen vor einer Lidl-Filiale.
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Lidl- und Kaufland-Mitarbeiter erhalten ab Juni eine Lohnerhöhung.
  • Violetta Sadri
    vonVioletta Sadri
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Die Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm bei Heilbronn erhöht noch vor den abgeschlossenen Tarifverhandlungen die Löhne der Mitarbeiter.

Die Corona-Krise hat auf manche Berufe kaum Auswirkungen gezeigt, auf andere wiederum sehr starke. Manche hatten kaum was zu tun, andere hatten plötzlich die doppelte Menge an Arbeit. Lidl- und Kaufland-Mitarbeiter aus Deutschland sollen nun eine Lohnerhöhung erhalten. Die Schwarz-Gruppe, die ihren Sitz in Neckarsulm bei Heilbronn hat, hebt die Tariflöhne der Angestellten um 3 Prozent. Dabei laufen die Tarifverhandlungen noch. Die Gewerkschaft forderte 4,5 Prozent.

Neckarsulm: Mehr Lohn für Lidl- und Kaufland-Mitarbeiter

Mit der freiwilligen Tarifentgelterhöhung möchte der Konzern den Mitarbeitern seine Wertschätzung vermitteln. Erneut geht der Handelskonzern damit gerne in Vorleistung. Wie stimme.de berichtet, werde das Gehalt der Mitarbeiter ab Juni und somit noch vor Schluss der Tarifverhandlungen um 3 Prozent steigen. „Wir wollen unsere Mitarbeiter – gerade im Hinblick auf ihren außergewöhnlichen Einsatz – nicht länger auf eine Einigung der Tarifparteien warten lassen“, sagte Konzernchef Klaus Gehrig.

Schwarz-Gruppe Neckarsulm: Gewerkschaft fordert 4,5 Prozent und mehr Gehalt für Azubis

Sollten bei den Tarifverhandlungen die Gehälter doch geringer ausfallen, möchte die Schwarz-Gruppe freiwillig den Differenzbetrag zu den drei Prozent gewähren. 4,5 Prozent mehr Lohn fordert die Gewerkschaft, außerdem sollten Auszubildende 100 Euro pro Monat mehr Vergütung erhalten.

Bereits im vergangenen Jahr erhielten die Mitarbeiter von Lidl und Kaufland eine einmalige Prämie für die überdurchschnittliche Leistung während der Pandemie. Ziemlich belastend waren vor allem die Hamsterkäufe in den Supermärkten. Kunden standen teilweise vor leeren Regalen, da Mitarbeiter kaum dazu kamen, diese so oft nachzufüllen. Insgesamt dreimal hatten Kaufland und Lidl-Mitarbeiter außerdem eine Corona-Prämie von der Schwarz-Gruppe erhalten.

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