Die Annalinde in Kirchhausen

Gruselig: Dieser Ort ist bei Vollmond tabu

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Bei Vollmond meiden die Bewohner den Platz rund um die Annalinde - und das hat einen guten Grund...

Auf die Frage, wo denn die Annalinde in Heilbronn-Kirchhausen steht, gibt's als Antwort keine Wegbeschreibung, sondern zuerst einmal ein verblüfftes "Oh!" Der Grund ist schnell erklärt: Scheinbar treibt dort ein kopfloser Reiter sein Unwesen! In Vollmondnächten wird angeblich beobachtet, wie er auf seinem Pferd reitet. In der einen Hand hält er dabei sein Schwert, in der anderen seinen Kopf.

Auch die Bewohner geben zu, dass sie den Ort um die Annalinde deswegen meiden. Der Kirchhausener Misa Filipovic: "Ich bin jetzt echt kein abergläubischer Mensch, aber nachts will ich da nicht unbedingt rausfahren."

Der Mythos hält sich hartnäckig. Insbesondere die älteren Einwohner sind davon überzeugt, dass es den Herrn mit Pferd aber ohne Kopf tatsächlich gibt. 

Was haltet ihr vom Mythos des kopflosen Reiters?

Warum der angsteinflößende Kopflose bei Vollmond in den Wald hinter der Annalinde reiten soll, liegt laut Erzählungen an einer explodierten Kapelle. Im 17. Jahrhundert soll die neben der heute 300 Jahre alten Annalinde gestanden haben.

Um die Kapelle herum gab es mehrere Äcker. Die Pächter der Ackerflächen waren dafür verantwortlich, dass sie jährlich - zum Fest der Kirchenheiligen - sechs Wachskerzen in die Kapelle stellen. Die Kerzen sollten so groß und so breit sein wie ein echter Kerl.

Dieser Extra-Aufgabe wollten die Pächter allerdings entkommen. Sie höhlten darum die Kerzen aus und befüllten sie mit Schießpulver. Der böse Plan ging auf: Als die Kerzen während der Zeremonie angezündet wurden, gab es eine gewaltige Explosion. Priester und viele Gläubige starben unter den Trümmern des Gotteshauses und einer von ihnen war der kopflose Reiter!

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