Abkochgebot für Mulfingen

Trinkwasser im Hohenlohekreis unbedingt abkochen – aus diesem Grund

  • Lisa Klein
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Das Landratsamt hat für Mulfingen im Hohenlohekreis ein Abkochgebot erlassen. Die Trinkwasserqualität kann aktuell nicht gewährleistet werden.

Das Gesundheitsamt des Hohenlohekreises hat ein Abkochgebot für Trinkwasser in Mulfingen erlassen, wie das Landratsamt am Mittwochabend (1. Dezember) in einer Pressemitteilung bekannt gibt. Damit muss das Trinkwasser im Hauptort Mulfingen sowie in den Ortsteilen Heimhausen, Berndshofen, Buchenbach und Staigerbach ab sofort vor seiner Verwendung abgekocht werden.

Der Grund für das Abkochgebot: Die Trinkwasserqualität kann aktuell nicht mehr gewährleistet werden. Aufgrund eines Wasserrohrbruchs in der Hauptzuleitung muss die Wasserversorgung im Ort übergangsweise durch Brunnenwasser sichergestellt werden. „Das Rohwasser wird durch eine Filteranlage und eine mobile Chloranlage aufbereitet, eine einwandfreie Trinkwasserqualität kann jedoch nicht gewährleistet werden“, heißt es vonseiten des Landratsamtes.

Leitungswasser im Hohenlohekreis muss abgekocht werden

Es kann zudem zu wahrnehmbarem Chlorgeruch kommen. Der Wasserrohrbruch kann voraussichtlich am Abend des 1. Dezember 2021 repariert werden. Das Abkochgebot gilt danach weiter, bis die Ergebnisse der mikrobakteriellen Untersuchung die wiederhergestellte Trinkwasserqualität bestätigen. Das ist voraussichtlich am Wochenende der Fall.

Die Information aller betroffenen Haushalte durch die Warnapp NINA und die Verteilung von Handzetteln wurde von der Gemeinde Mulfingen umgehend eingeleitet. In diesem Jahr wurde in der Region bereits des Öfteren zum Abkochen von Leitungswasser geraten. Im September war das Leitungswasser in Sindelfingen mit Bakterien verunreinigt und im August wurden in Bretzfeld im Leitungswasser unter anderem Kolibakterien festgestellt.

Rubriklistenbild: © Philipp von Ditfurth

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