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Seniorin für Schmuck und ein Handy getötet? Angeklagter gesteht im Mordprozess

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Von: Michaela Ebert

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Landgericht Heilbronn Mordprozess
Am Mittwoch kommt es in Landgericht Heilbronn zu einem Mordprozess. Der Angeklagte gesteht die Tat. © picture alliance/dpa | Marijan Murat

Im Mai 2022 wird in einer Wohnung in Künzelsau eine getötete Seniorin gefunden. Der Tatverdächtige, ein 25 Jahre alter Mann, gesteht den Mord zum Prozessauftakt.

Im Mai 2022 wird in einer Wohnung in Künzelsau eine Leiche gefunden: Eine 66-jährige Frau ist gewaltsam zu Tode gekommen – vermutlich durch ein Küchenmesser. Wie echo24.de bereits berichtet, wird im Oktober gegen den Nachbarn der getöteten Seniorin Anklage erhoben. Der 25-jährige Mann aus Künzelsau-Belsenberg (Hohenlohekreis) steht nun vor dem Heilbronner Landgericht.

Er habe eine schwere Kindheit gehabt, früh Alkohol konsumiert und unter der Trennung seiner Eltern sowie seinem gewalttätigen Stiefvater gelitten, wie der „Südwestrundfunk“ (SWR) berichtet. Zum Prozessauftakt schildert der Mann sein Leben und auch die finanziell schwierigen Umstände – und gesteht die Tat. Er wisse, was er getan habe.

Wertgegenstände entwendet und Leiche in Künzelsau unter Unrat versteckt

Wertgegenstände wie Schmuck und ein Handy habe er nach der Tat aus der Wohnung der Getöteten gestohlen und die Leiche anschließend auf einem Scheunenboden unter Unrat versteckt. Das wirft die Staatswanwaltschaft dem Angeklagten vor. Bereits zum Prozessstart kündigte der mutmaßliche Täter an, im weiteren Prozessverlauf weitere Aussagen treffen zu wollen.

Der Prozess selbst soll noch bis März 2023 laufen und an insgesamt 13 Prozesstagen stattfinden. Der Angeklagte, seine Verteidiger sowie 44 Zeugen und zwei Sachverständiger sind zu den Terminen geladen. Auf einen Dolmetscher für die rumänische Sprache verzichtete der Angeklagte am ersten Prozesstag.

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