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Rapperin hinterlässt bewegende Nachricht nach Doppelgänger-Mord in Ingolstadt

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Von: Markus Merz

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Blumen, Kerzen und Bilder liegen an einem Baum, in dessen Nähe am 17. August eine weibliche Leiche in einem PKW entdeckt wurde.
Der Tod einer Frau aus Eppingen in der Nähe von Ingolstadt ist bis heute besonders dramatisch. © Peter Kneffel / picture alliance

Dieser Mord an einer jungen Frau aus Eppingen bewegt auch Monate später noch viele Menschen. Nun hat sich die Rapperin Lune bei Instagram zum sogenannten Doppelgänger-Mord geäußert. Ihr Profil war als Lockvogel benutzt worden.

Diese Tat ist bis heute unbegreiflich und auf der ersten Blick gar nicht so leicht zu verstehen. Am 16. August 2022 wird die Beauty-Bloggerin Khadidja aus Eppingen tot in einem Mercedes bei Ingolstadt aufgefunden. Die 23-Jährige wurde dabei Opfer eines besonders skrupellosen Verbrechens. Denn: Die mutmaßliche Täterin, die der Frau aus Eppingen zum Verwechseln ähnlich sieht, soll die Frau getötet haben (mit einem Helfer), um ihren eigenen Tod vorzutäuschen und so ihrer Familie zu entkommen. Dabei wurde die tote Frau mit mehreren Lockvogel-Maschen ins Verderben gelockt.

Ein vermeintlicher Lockvogel war auch die 20-jährige Rapperin Lune. Bei einem angeblichen Musikvideo-Dreh von Lune sollte das Opfer Khadidja in einen Hinterhalt gelockt werden. Die junge Frau hatte sich zuvor aber direkt an die Rapperin gewandt und nachgefragt, ob die Anfrage tatsächlich echt sei oder ein Fake. In einer Sprachnachricht an die Rapperin sagte sie: „Ich hoffe, du siehst es und kannst mir antworten, denn ich bin sehr, sehr unsicher. Eine Frau hat mich angeschrieben, zwecks nem Videodreh, angeblich von dir...Wäre voll cool, wenn du mir sagst, ob das echt oder Fake ist.“

Doppelgänger-Mord in Ingolstadt: Rapperin Lune verweist auf Fake

Die Rapperin Lune antwortete tatsächlich und verwies auf einen Fake. Das Problem: Später fiel die junge Frau Opfer auf einen weiteren Lockvogel-Versuch rein und lief so letztlich ihren Mördern in Ingolstadt geradewegs in die Hände.

Nun veröffentliche die Rapperin Lune ein bewegendes Statement bei Instagram: „Mein größtes Beileid geht an die Familie. Bitte passt auf, was für Leuten ihr auf Social Media antwortet. Es gibt so kranke Menschen, wie ihr sehen könnt, so dreckige Menschen auf der Welt. Egal, wie vertrauenswürdig euch die Person auch vorkommt. Es kann sein, wenn du die Person triffst, dass es eine ganz andere ist und sie sich als jemand ausgibt. Und diese Fälle sind so oft passiert, deswegen: An alle jüngeren unter uns, passt auf!“

In dieser Woche hatte echo24.de bei der Oberstaatsanwältin zum aktuellen Stand der Ermittlungen nachgefragt. Ersten Erkenntnissen zufolge, soll es neue Haftbefehle gegen die beiden Mörder geben.

Auch in Heilbronn hatte die Polizei deshalb zwei Tage lang nach Erkenntnissen gesucht.

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