Dieses Jahr geht's in die dritte Runde

HHN-Racing Team: Zwischen Studium und eigenem Formel-1-Wagen

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Diese Studenten geben im wahrsten Sinne des Wortes Vollgas für ihr Projekt.

Sie schweißen, schrauben und schwitzen. 50 Studenten, 13 verschiedene Studiengänge - ein Ziel: das schnellste Auto. Ein Jahr lang hat das Team des HHN-RacingZeit, das Projekt "Formula Student" in die Tat umzusetzen. 365 Tage, an denen geplant, optimiert, berechnet und vor allem gebaut wird. Schließlich soll das Auto am Ende den Wettbewerb gewinnen. Aber: Ein fahrendes und voll funktionstüchtiges Fahrzeug mit den eigenen Händen fertigen - geht das überhaupt? Beim Studenten-Lifestyle ist das gar nicht so einfach.

HHN-Racing Team: Zwischen Studium und eigenem Formel-1-Wagen

Im September ging das Projekt an der Heilbronner Hochschule bereits zum dritten Mal los. Bis Dezember wurde konstruiert - momentan werden Teile gefertigt und das Fahrzeug gebaut. Finanziell sind die Studenten dabei unabhängig von der Hochschule und setzen auf ihre Sponsoren. Die große Herausforderung: das Studium nicht zu vernachlässigen!

In ihrer Freizeit werkeln die Studenten fleißig an ihrem Projekt.

Neben diesem gehen nämlich bis zu 20 Stunden in der Woche für das Projekt drauf. Wie beim Fahrzeug macht's eben die Mischung aus Optimierung und Risiko. Im Sommer geht es für das Team dann in Österreich und Deutschland zum Wettbewerb - die anderen Events fallen in die Prüfungszeit.

Simon Keller, Projektleiter des Gesamtprojekts, erklärt: "Wir sind ein normal eingetragener Verein. Es wird viel am Wochenende neben den Vorlesungen gemacht." Da kann es schon mal vorkommen, dass nach der Vorlesung um 18 Uhr bis um vier Uhr morgens am Rahmen gebaut wird - und vier Stunden später die nächste Vorlesung beginnt.

Trotzdem lohnt sich das Projekt. Keller: "Es ist eine Bereicherung für das Studium. Bei den Events wird zusammen gecampt - vergleichbar ist das mit Festival-Atmosphäre. Die Hilfsbereitschaft und der Wissensaustausch sind klasse. Es gibt kein Konkurrenzdenken sondern eher ein Miteinander." 115 Teams aus den verschiedensten Ländern machen beim Projekt mit.

Wie gefallen Ihnen schnelle Autos?

Daniel Grau ist seit diesem Jahr dabei und zuständig für das Sponsoring. Er erklärt: "Es ist nicht nur eine Bereicherung für das Studium. Auch was die Persönlichkeit angeht - es werden Kontakte geknüpft." Er verrät, was echt schwer ist: "Mädchen zu finden, die mitmachen." Dabei sind die Studenten aufgestellt wie in einem richtigen Unternehmen. Grau: "Viele fragen sich, was sie in einem Racing-Team sollen - dabei ist BWL in unserem Projekt genauso wichtig." Und ein bisschen Frauen-Power schadet schließlich nicht.

Beigebracht hat sich das Team alles selbst, zumindest was das Praktische angeht. Den theoretischen Teil lernen sie im Studium, umgesetzt wird alles am Fahrzeug. Grau: "Eine Maschinenbaustudentin aus dem Team berechnet tatsächlich die Kräfte, die am Fahrzeug wirken. Sie kann im Projekt gleich umsetzen, was sie in den Vorlesungen lernt."

Die Top-Themen in Heilbronn und der Region 

Auch wenn das Team sich auf der Weltrangliste aktuell im Mittelfeld befindet, besteht Zuversicht. Keller: "Wir denken nicht, dass wir dieses Jahr gewinnen - dafür fehlt uns einfach noch das Know-how. Jetzt geht es erstmal darum, gut Punkte zu sammeln." Und schließlich ist gewinnen auch nicht alles - Freundschaften, Erfahrungen und eine gute Zeit sind genauso viel wert. Stolz sind die Studenten trotzdem. Keller: "Wenn ich das HHN-Racing-T-Shirt anhabe, bin ich stolz. Ich weiß, dass ich im Studium mehr überstanden habe, als manch anderer."

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