Das Gefährt "Mila" ist ein revolutionäres Spektakel

HHN-Racing-Team: Was für'n krasser Rennwagen!

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Die Studenten mussten eine ganze Menge Hürden meistern.

Ein Jahr voller Höhen und Tiefen. 365 Tage, an denen nicht nur das Studium, sondern auch der Schlaf und die Familien gelitten haben. Seit September dreht sich bei den Studenten der Heilbronner Hochschule alles um eines: Ihren eigenen Rennwagen für das Projekt "Formula Student". Am Donnerstagabend verabschieden sie sich vom Druck der vergangenen Monate und präsentieren beim Roll-Out Event stolz ihren fertigen Wagen für die Saison 2017.

Und das, obwohl sie harte Rückschläge erleben mussten: Ihr Applikateur sprang ab, weshalb sie ohne Motor dastanden. Der ursprüngliche Projektleiter sah sich aufgrund privater Gründe nicht mehr in der Lage, seine Position auszuführen. Dann, am Tag vor dem Event die große Ernüchterung: Der Wagen ist nicht rot, sondern weiß.

Dennoch haben die Studenten alle Hürden gemeistert - und kamen noch zu ihrem Motor sowie einem neuen Projektleiter. Durch das Folieren des kompletten Fahrzeugs innerhalb von drei Stunden gab's auch noch die gewünschte Farbe. Die Teammitglieder sind mehr als stolz. Der Leiter des Gesamtprojekts, Simon Keller, sagt: "Das Fahrzeug hätte nicht besser aussehen können als es letztendlich gekommen ist. Ich bin sehr stolz, euer Projektleiter zu sein."

HHN-Racing-Team: Was für'n krasser Rennwagen!

Dieses Jahr gab's sogar einige Premieren: Im Wagen sind ein zukunftsorientiertes Display und 3D-gedruckte Griffstücke im Lenkrad verbaut. Außerdem sind die Studenten einen revolutionären Schritt gegangen: Um Gewicht zu sparen, haben sie den Schaltknüppel weggelassen und stattdessen Knöpfe eingebaut, sodass man einfach mithilfe des Daumens schalten kann.

Außerdem gab’s zum ersten Mal einen Informatik-Bereich im Team, welcher unter anderem ein Wiki für die nächste Generation erstellte und für schnellere Rechner sorgte. Michael Großmann gehört zum IT-Bereich und äußert seinen größten Traum: "Wir wollen es schaffen, die Bereiche Business, IT und Technik gleich zu gewichten. So wird das Projekt Formula Student für mehrere Studierende interessant."

All die Arbeit hat sich ausgezahlt. Hauptsponsor Horst Rippel von der Firma Ferchau ist zufrieden: "Ich wünsche mir, dass ihr den Aspekt der Zuverlässigkeit beibehaltet – mein Traum in den nächsten zwei Jahren: Unter die Top Ten zu kommen." Auch Betreuer Professor Karsten Wittek ist begeistert vom Team. Er erklärt: "Ihr seid von der Spinnerei weggekommen. Ich freue mich, wie die technische Entwicklung vorangegangen ist. Wenn ich sehe, wie ihr während eurer Arbeit noch Party macht, denke ich mir: 'Die haben ein schönes Leben.'"

Doch die Stars des Abends, die Teammitglieder, sind wohl am meisten stolz. Ihr anfängliches Credo "finished – not perfect" haben sie sogar übertroffen. Die Arbeit am Tag und in der Nacht hat sich ausgezahlt, denn: der Wagen ist fertig – und perfekt. Ob sie mit ihrem Wagen "Mila" ihr diesjähriges Ziel erreichen, bleibt abzuwarten: Die Königsdisziplin, den Endurance im Sommer, durchzufahren.

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