Die 1.900 Zuschauer rasten komplett aus

Fette Unterhaltung: Chris Tall in der Harmonie

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Am meisten nimmt sich der Comedian selbst auf die Schippe. Zumindest, wenn diese sein enormes Gewicht aushält.

Ja, auch Eltern können cool sein. Zumindest, wenn sie sich altersentsprechend benehmen. Nichts ist peinlicher als wenn Eltern auf Teeny machen - und von einem Fettnäpfchen ins nächste treten: Da sind die Finger zu dick für WhatsApp, sie wollen von anderen Leuten ein Selfie machen - und wenn das Kind zur Mutter sagt: "Läuft bei dir", dann schaut die Mama in ihren Schritt und fragt entsetzt: "Was, jetzt schon?"

Fette Unterhaltung: Chris Tall in der Harmonie

Schon beim ersten Blick auf Chris Tall wird klar: Wäre der 26-jährige Hamburger ein Superheld, dann hieße er wohl Buletten-Boy. Seine Superkraft: Er würde mit Crystal Mett werfen. Wie eine perfekte Spaß-Welle schwappt der übergewichtige Comedian gestern Abend über die Bühne der ausverkauften Heilbronner Harmonie. Und das Publikum rastet komplett aus.

Zunächst wirken seine Sprüche gegen Schwule, Behinderte, Stotterer und Rollstuhlfahrer geschmacklos. Darf er das? Na logo! Denn am meisten nimmt er sich selbst auf die Schippe. Zumindest, wenn die sein enormes Gewicht aushält. Talls Programm "Selfie von Mutti" funktioniert auf der ganzen - nicht gerade schlanken - Linie.

Was haltet ihr von Chris Tall?

Vor allem Chris Talls Schlagfertigkeit ist kaum zu toppen: Schreit ein Kerl im Publikum "Chris, ich will ein Kind von dir", dann meint Tall nur: "Gerne, aber ich bin die Mama. Ich hab' Titten." Und zur näheren Erklärung: "Ja, Leute, ich bin fett - und ich weiß das. Manchmal hör' ich sogar schlecht, weil ich Fett im Ohrloch habe."

Apropos Fett: Das bekommen manche Zuschauer ganz gezielt weg. Als er das Alter einer Mutter im Publikum schätzen soll, sagt Tall nur: "33 - geboren." Und Gast Kevin bekommt wegen seines Klischeenamens so manchen Witz nochmal extra erklärt. Wenn's mal wieder länger dauert...  Gerade für die Jüngeren im Publikum hat der Komiker noch einen Extratipp parat: "Alle Zwölfjährigen - bitte mal kurz weghören. Ach, zu spät, schade!"

Neben all dem Klamauk haben Talls Späße einen ernsten Hintergrund: "Mir ist wichtig, das wir nicht ÜBER Eltern, Schwarze und Behinderte lachen, sondern MIT ihnen. Denn Humor vereint und grenzt niemanden aus."

Das Publikum ist begeistert: "Chris Talls Programm ist durchgehend stark, einen einzigen Höhepunkt gibt es gar nicht", sagt Anke Andert aus Lauffen. Und auch Miguel Artero aus Bretzfeld-Dimbach lacht gerne über Chris Tall: "Er redet frei Schnauze. Und mit seiner Frage 'Darf er das' denkt auf der Bühne über seinen Humor nach. Und weil er sich selber auch durch den Dreck zieht, würde ich sagen: Er darf das - definitiv!"

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