Ein Feuerwerk aus Hits und Flammen

So bombastisch ist der Rammstein-Kinofilm

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Feuer und Flamme: Rammstein in Paris.
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Von "Asche zu Asche" über "Engel" bis zu "Pussy". "Rammstein: Paris" ist mehr als nur ein Konzertfilm.

Am Anfang ist es fast still. Langsam fährt eine Brücke aus Richtung Hallendecke herab. Dazu: Rauch, Nebel und düstere Keyboardklänge. Und dann erscheinen sie auf der Bildfläche: die sechs Bandmitglieder von Rammstein. Mit Kapuze, Kettenhemd, Fackeln und Fahnen schreiten sie über die Brücke auf die riiiesige Bühne. Majestätisch, erhaben, irgendwo zwischen Gladiator und Imperator. Dann bricht das Inferno los und die "Sonne" geht auf.

So bombastisch ist der Rammstein-Kinofilm

Fünf Jahre nach dem Konzert der "Made in Germany"-Tour vor 17.000 Zuschauern in der AccorHotels-Arena in Paris veröffentlicht Rammstein in diesen Tagen die bombastischen Bilder der Megashow. Und zwar nur gestern und heute - und nur in ausgewählten Kinos. Das Cinemaxx in Heilbronn gehört dazu und zeigt den schlicht "Rammstein: Paris" betitelten Film drei Mal.

Die Konzertbilder sind wie gemacht für die große Leinwand: Ständig fliegt auf der Bühne irgendwas in die Luft, Mikrofone und Gitarren brennen, Sänger Till Lindemann kommt mit meterbreiten Engelsflügeln auf die Bühne, reißt sich sein brennendes Herz aus der Brust, spuckt Blut und penetriert Keyboarder Flake Lorenz mit einem riesigen Gummipenis.

Der Fokus liegt dabei auf 100 Minuten Rammstein pur: Das Publikum erscheint nur als große, anonyme Masse. Nahaufnahmen der Fans? Fehlanzeige. Dafür fangen die mehr als 30 Kameras und raschen Schnitte die Mienenspiele der sechs Bandmitglieder perfekt ein. Wer die Jungs einmal live erlebt hat, fühlt sich sofort an das Konzert zurückerinnert. Und wer noch keine Karten bekommen hat, hat nur noch einen Gedanken: "Ich muss da hin!" 

Was haltet ihr von Rammstein?

Angeblich stecken fünf (!!!) Jahre Schnittarbeit in dem Streifen, der weit mehr als ein einfacher Konzertfilm ist. Der Einmarsch schürt die Spannung wie bei einem Thriller. Wenn Lindemann sich in "Mein Teil" als Metzgermeister verkleidet und seinen Keyboarder verprügelt und kocht, fühlt man sich wie in einer Theaterparodie. Das alles eingebettet in wahnsinniger Flammenaction in bester Michael-Bay-Manier.

Das wahre Feuerwerk sind aber die Hits. Ein Kracher nach dem anderen - quer durch die Bandgeschichte. Von "Asche zu Asche" über "Mutter" bis hin zu "Pussy". Und Herzschmerz-Gänsehaut bei "Ohne dich" und "Frühling in Paris". Inhaltlich geht's tief in die menschlichen Abgründe: Sado-Maso, Sexurlaub, Vergewaltigung, Kannibalismus. Kurz: Liebe, Hiebe, kranke Triebe.

"Wir haben schon mehrere Rammstein-Konzerte besucht", erzählen Reiner Bölz und Uwe Meißner aus Abstatt. "Die Jungs haben einfach die beste Bühnenshow, die es gibt. Da stimmt einfach das Gesamtpaket aus treibendem Rhythmus, starken Texten und einmaliger Bühnenpräsenz."

Und auch Peter Rank aus Weinsberg-Gellmersbach ist nach der Aufführung im Cinemaxx restlos begeistert: "Die Rammstein-Lieder an sich sind schon super. Aber wie die Jungs die Nummern auf der Bühne umsetzen, ist einfach phänomenal. Vor allem die Stücke 'Mein Teil' und 'Bück dich' bleiben in Erinnerung." Zumindest, bis Rammstein wieder auf Tour gehen. Und man zu den Glücklichen gehört, die eine der schnell vergriffenen Karten ergattert haben.

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