Schädlingsbekämpfer spricht von extremem Vorkommen

Marder-Plage in Heilbronn: Hausbesitzer verzweifelt – teure Schäden

Ein Steinmarder in einem alten Haus und Bilder von seinen hinterlassen Schäden und Ausscheidungen.
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Steinmarder richten derzeit durch Bisse und Hinterlassenschaften immensen Schaden in Heilbronner Häusern an.
  • Olaf Kubasik
    VonOlaf Kubasik
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Marder suchen derzeit in Heilbronn gezielt Häuser heim. Hausbesitzer sollten rechtzeitig Schädlingsbekämpfer informieren, um teure Schäden zu vermeiden.

Die fünfjährige Tochter hört die unheimlichen Geräusche zuerst. Weil sie ihr Kinderzimmer im oberen Stockwerk des Einfamilienhauses in Heilbronn hat. Mitten in der Nacht wird das Mädchen durch ein Kratzen und Schritte geweckt, die vom Dachboden kommen. Am nächsten Morgen erzählt sie ihren Eltern von dem Grusel-Geist. Doch die sagen nur: „Es gibt keine Gespenster.“ Als die Tochter jedoch Tag für Tag keine Ruhe gibt, beschließt der Vater, bei ihr im Zimmer zu übernachten. Und dann hört es auch. Kreidebleich greift er am nächsten Morgen zum Telefon...

Der Familienvater aus Heilbronn weiß, was die Geräusche auf dem Dachboden verursacht. Etwas, das mehr Schaden anrichtet als jede ins Diesseits verbannte Verstorbenen-Seele: ein Marder. Dem von ihm angerufenen Schädlingsbekämpfer Johann Ekov, der zusammen mit Timur Zhukenov die Firma Effective Concept in Heilbronn betreibt, bietet sich bei der Besichtigung ein Bild des Grauens.

Die ganze Dämmung ist zerstört - stellenweise hat es bereits hineingeregnet. Kothäufchen und Urin-Pfützen pflastern den Boden ebenso wie Kadaver und Federn von Tauben, in denen der erfahrene Schädlingsbekämpfer Ektoparasiten wie Bettwanzen, Flöhe, Milben und Taubenzecken wähnt.

Marder-Plage macht Hausbesitzern in Heilbronn zu schaffen - teure Schäden

Der Schaden, der dem Familienvater aus Heilbronn durch den Marder-Befall auf seinem Dachboden entstanden ist, bewegt sich im fünfstelligen Euro-Bereich. Doch er steht mit diesem Problem nicht alleine da. Denn Schädlingsbekämpfer Ekov spricht von nie zuvor erlebten Marder-Massen in Häusern im Raum Heilbronn: „Wir erhalten seit dem Kälte-Einbruch jede Woche acht Anfragen wegen der Tiere - und bei dreien davon handelt es sich letztlich um einen Akut-Befall.“

Wie im Haus der Familie in Heilbronn. Doch warum ist das so? Ekov, der solche Phänomene schon bei Ratten erlebt hat, erklärt: „Marder haben sich trotz ihrer natürlichen Scheu an die menschliche Bebauung ihrer Lebensräume gewöhnt - und das machen sich die nachtaktiven Tiere im Winter zunutze.“

Marder haben sich trotz ihrer natürlichen Scheu an die menschliche Bebauung ihrer Lebensräume gewöhnt - und das machen sich die nachtaktiven Tiere im Winter zunutze.

Johann Ekov, Schädlingsbekämpfer aus Heilbronn

Und ein Marder-Befall kann jeden in Heilbronn treffen, dessen Haus etwas älteren Baujahres ist. Schädlingsbekämpfer Johann Ekov weiß: „Es lockerer Dachziegel reicht Mardern bereits aus, denn sie können ihn anheben und so in Gauben und Dachböden gelangen, die daraufhin zu ihrem Rückzugsort werden.“

Mit besagten Schäden, die die Tiere eher aus nächtlicher Langeweile als aus Fresslust anrichten würden. Ihr ausgeprägtes Revierverhalten sorgt dann dafür, dass Marder immer wieder zu ihrem adaptierten Heim zurückkehren. Solange es ihren arttypischen Geruch trägt. Doch das wissen nur lizenzierte Schädlingsbekämpfer zu verhindern - und nicht die schwarzen Schafe der Branche, vor denen Ekov immer wieder warnt.

Marder in Heilbronn: Nur Schädlingsbekämpfer verhindern teure Folgen

Bei der Bekämpfung von Mardern in Häusern sind Schädlingsbekämpfern wie Johann Ekov allerdings die Hände gebunden. Sogenannte Vergrämumgsmaßnahmen der Materialschädlinge sind von September bis Februar erlaubt. Um Marder bei der Brut und der Aufzucht ihrer Jungtiere nicht zu gefährden. Abseits davon haben Schädlingsspezialisten wie Johann Ekov freie Hand: „Wir betreiben zuerst eine bioligische Duftvergrämung mit einem zitronigen Geruch, der den Mardern zuwider ist.“

Der Steinmarder als Materialschädling im Haus

Steinmarder sind ungefähr so groß wie Katzen und haben ein kakaofarbenes Fell. Sie sind mit Ausnahme der Paarungszeit Einzelgänger und nachtaktiv. In menschlichen Behausungen verursachen die Materialschädlinge nächtlichen Lärm auf Dachböden, verströmen arttypischen Geruch und sorgen für schwere Material- und Verbissschäden an Wärmedämmungen sowie für verschobene Dachziegel.

Mittels sogenannter Spot-Setzung, die bei anderen Schädlingen durchaus tödlich enden darf. Danach erfolgt die fachgerechte Säuberung, Desinfektion, Geruchsneutralisierung sowie eine Zugangsverhinderung für weitere Marder. Für die angerichteten Akut-Materialschäden müssen Hausbesitzer in Heilbronn allerdings dann tief in die Tasche greifen.

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