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Was wir über den SEK-Einsatz nach den Schüssen in Heilbronn wissen

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Von: Melissa Sperber, Lisa Klein

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echo24.de war mit vor Ort beim Polizeieinsatz in Heilbronn.
echo24.de war mit vor Ort bei dem Polizeieinsatz in Heilbronn. © 7aktuell.de | CV

Ein Mann hat am Donnerstagabend in der Heilbronner Innenstadt Schüsse abgegeben – und damit einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Stundenlang musste Bereiche aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Was wir bislang wissen.

Am Donnerstagabend hat ein 34-jähriger Mann gegen 20 Uhr im Bereich des Experimenta-Parkhauses in der Bahnhofstraße mit einer Schreckschusswaffe geschossen. Anschließend hat sich der Mann durch die Innenstadt bewegt und in ein ehemaliges Hotel in der Lohtorstraße begeben. echo24.de berichtete am Donnerstagabend live über den Großeinsatz in der Heilbronner Innenstadt und darüber, was über den mutmaßlichen Täter bislang bekannt ist.

Mann schießt in Heilbronn mit Schreckschusswaffe: Was wir von der Polizei wissen

Nun gibt die Polizei weitere Details zu dem Ablauf bekannt. Wie die Polizei bestätigt, wurde am Donnerstagabend (20. Oktober) von einem Zeugen eine Person gemeldet, die in der Innenstadt Bereich des Experimenta-Parkhauses in der Bahnhofstraße geschossen und sich anschließend in ein Gebäudein der Lohtorstraße zurückgezogen haben soll. Daraufhin wurde die Innenstadt gegen 21 Uhr im Bereich der Gerberstraße/Lohtorstraße großräumig gesperrt. Neben der Polizei waren auch Sondereinsatzkräfte unterwegs.

Die Lage war lange unübersichtlich. Die Polizei versuchte am Abend mit Hochdruck herauszufinden, wie es zu der Meldung kam, um wen es sich bei der Person, die geschossen hat, handelt und ob eine Gefahrenlage ausgeschlossen werden kann. Erst nach mehreren Stunden konnte ein 34-Jähriger durch das SEK festgenommen werden. Verletzt wurde am Donnerstagabend sowohl durch die Schüsse als auch bei dem Zugriff der Polizei bei der Festnahme niemand.

echo24.de erklärt außerdem, weshalb in der Berichterstattung am Abend von einer „aktiven Gefahrenlage“ gesprochen wurde.

Mann trug „einen authentischen Nachbau einer Maschinenpistole“ – Polizei lässt Täter wieder frei

„Spezialeinsatzkräfte der Polizei konnten gegen 23.30 Uhr in einem Gebäude in der Lohtorstraße einen 34 Jahre alten Mann vorläufig festnehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Wie die Polizei gegenüber echo24.de inzwischen bestätigt hat, handelt es sich bei der mutmaßlichen Tatwaffe um eine Schreckschusswaffe. Der 34-Jährige räumte ein, am Abend im Bereich der Experimenta damit hantiert zu haben.

Wie die Polizei berichtet, trug der Mann „einen authentischen Nachbau einer Maschinenpistole mit der Bezeichnung PTB im Kreis“ offen bei sich. Nach Beendigung des Einsatzes wurde der 34-Jährige auf freien Fuß entlassen. Ihm wird ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Die Schreckschusswaffe wurde sichergestellt. Da in seiner Wohnung Betäubungsmittel aufgefunden wurden, wird er außerdem wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz angezeigt. 

echo24.de berichtete live aus der Heilbronner Innenstadt

Video von Schüssen am Sülmertor aufgetaucht – besteht ein Zusammenhang?

Auf Instagram wurde in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein Video gepostet, auf dem zu sehen ist, wie eine Person offenbar mit einer Schreckschusswaffe an einer S-Bahnhaltestelle am Sülmertor in die Luft schießt. Schnell kursierten die Gerüchte, dass das Video mit den Schüssen in der Heilbronner Innenstadt am Donnerstagabend zusammenhängt. Wie aus den Kommentaren auf Instagram hervorgeht, stammen die Aufnahmen jedoch nicht vom Donnerstag, sondern bereits vom Montag, 17. Oktober. Die Urheberin des Videos bestätigt diese Tatsache inzwischen gegenüber echo24.de. Auch dass es anschließend einen Polizeieinsatz gegeben haben soll.

Auf echo24.de-Anfrage erklärt eine Sprecherin der Polizei Heilbronn, dass die Aufnahmen der Polizei bislang nicht bekannt waren. Die Beamten werden dem nachgehen und das Video prüfen.

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