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Mammutprozess in Heilbronn: Hafturteil gegen Drogenboss ist rechtskräftig

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Von: Lisa Klein

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Ein Hinweisschild mit Bundesadler und dem Schriftzug „Bundesgerichtshof“, aufgenommen vor dem Bundesgerichtshof (BGH).
Das Urteil des Heilbronner Landgerichts gegen den Hauptangeklagten im Drogen-Mammutprozess ist rechtskräftig. © picture alliance/dpa | Uli Deck

Es ist der bislang größte Drogenprozess in Heilbronn: Sieben Männer und eine Frau standen vor Gericht. Der Hauptangeklagte ist in Revision gegangen – und hat verloren.

Gegen drei von acht Angeklagten in dem bislang größten Drogenprozess vor dem Heilbronner Landgericht ist am 9. Dezember 2021 ein Urteil gesprochen worden. Der Kopf der Drogenbande wurde zu 13 Jahre und 10 Monate Haft verurteilt. Zwei andere Männer erhielten eine Haftstrafe von 9 Jahre und 10 Monate sowie 8 Jahre und 10 Monate. Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Hauptangeklagten als unbegründet verworfen, wie das Landgericht Heilbronn mitteilt.

Mit unglaublichen 2,6 Tonnen Marihuana sowie 30 Kilogramm Kokain sollen die Angeklagten im Raum Heilbronn, Karlsruhe und Stuttgart von Oktober 2018 bis Juli 2020 gedealt haben. An dem Mammutprozess waren insgesamt 17 Verteidiger beteiligt, die Akte umfasste rund 21.000 Seiten.

Das Urteil gegen den Drogenboss zu 13 Jahren und zehn Monate Haft wegen Betäubungsmitteldelikten und Anstiftung zum versuchten Totschlag ist rechtskräftig. Auch die anderen beiden am 9. Dezember 2021 Verurteilten hatten Revision eingelegt. Die Revision des zu 9 Jahren und 10 Monaten verurteilte Mannes wurde ebenfalls verworfen, das Urteil ist damit rechtskräftig. Der zu 8 Jahren und 10 Monaten Haft Verurteilte zog seine Revision zwischenzeitlich wieder zurück, wodurch das Urteil nicht erneut geprüft wurde.

Mammutprozess in Heilbronn: Drogenbesitz und Betäubungsmittelhandel – alle acht Angeklagten verurteilt

Die drei Männer haben zuvor ein Geständnis abgelegt, wodurch der Prozess gespalten wurde und es bereits im Dezember zu einer Verurteilung kommen konnte. Die Verhandlungen gegen die fünf weiteren Angeklagten des Mammutprozesses – vier Männer und eine Frau – wurden separat weiter geführt.

Die anderen Angeklagten wurden am 8. März 2022 zu Haftstrafen zwischen drei Jahren und vier Monaten sowie zwölf Jahren und zehn Monaten wegen des teils bewaffneten bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln und Drogenbesitzes verurteilt. Das Urteil vom 8. März 2022 ist von der Entscheidung des Bundesgerichtshofs nicht betroffen.

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