Bei Bedarf an Mitarbeiter wenden

Im Lockdown: Lidl bietet Kunden Gratis-Service - „Einfach nachfragen“

  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Discounter und Supermärkte haben im Lockdown geöffnet - doch die Auflagen sind hart. Lidl bietet deshalb seinen Kunden einen besonderen Service.

Die Verlängerung des Corona-Lockdowns bis 31. Januar trifft zahlreiche Einzelhändler wie ein Faustschlag ins Gesicht. Und wird wohl in einer Insolvenzwelle erschreckenden Ausmaßes enden - zumal Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann einer Aussicht auf eventuelle Lockerungen im Februar jetzt eine düstere Abfuhr erteilt hat. Auf der Sonnenseite der Krise stehen die Unternehmen, die als Grundversorger gelten. Dazu zählt der Lebensmitteleinzelhandel. Doch auch diese Branche sieht sich harten Auflagen ausgesetzt.

Der Discounter Lidl, der zur Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm gehört, setzt die Auflagen der Corona-Verordnung im Stammland Heilbronn wohl am strengsten um. Und zwar seit Beginn des Weihnachtsgeschäfts. Schon bei Betreten des Geländes müssen Kunden eine Maske tragen. Eine Unternehmenssprecherin von Lidl bezieht zu dieser Maßnahme Stellung: „Um das Infektionsrisiko mit Covid-19 gering zu halten, informieren wir Kunden am Eingang der Filiale sowie auf dem dazugehörigen Parkplatz auf Plakaten, dass Mund und Nase bedeckt sein müssen.“

Lidl/Neckarsulm: Harte Maßnahmen für Kunden im Corona-Lockdown

Doch das ist längst nicht alles, was Lidl in die Wege geleitet hat. Die Unternehmenssprecherin teilt gegenüber echo24.de weiter mit: „Wir sensibilisieren unsere Mitarbeiter und Kunden zur Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften und Abstandsregelungen mit beispielsweise auffälligen Hinweisen und Bodenaufklebern, die im gesamten Verkaufsraum verteilt sind.“ Trotz all dieser Umstände rührt der Discounter natürlich weiter die Werbetrommel, erhält allerdings ausgerechnet wegen der Verlängerung der Mehrwertsteuer-Senkung ordentlich Kritik auf Facebook.

Weil Lidl laut Corona-Verordnung aber auch in seinen Filialen die Personenanzahl begrenzen muss, ist die Anzahl der Einkaufswagen im Verhältnis zur jeweiligen Verkaufsfläche reduziert worden. Bedeutet der Unternehmenssprecherin zufolge: „Jeder Kunde muss einen Einkaufswagen als einfache Hilfe zur Abstandseinhaltung und Begrenzung der Personenanzahl in der Filiale nutzen.“ Doch um diesen aus der „Kette“ zu ziehen, bedarf es entweder des passenden Münzgeldes oder eines Einkaufswagenchips. Nur hat das nicht immer jeder Kunde dabei. Aber was dann?

UnternehmenLidl
RechtsformStiftung & Co. KG
SitzNeckarsulm
Gründung1973
BrancheLebensmitteleinzelhandel

Lidl/Neckarsulm: Service-Besonderheit für Kunden im Corona-Lockdown

Wenn Kunden weder das nötige Münzgeld noch einen Chip für den Einkaufswagen dabei haben, können sie einfach durch den Ausgang zu einer besetzten Kasse gehen. Um dort ihr Problem zu erklären. Dann wird ihnen geholfen, wie die Mitarbeiterin einer Lidl-Filiale in Heilbronn erklärt: „Wir erhalten immer wieder Packungen von Einkaufswagenchips, die wir dann verschenken - einfach nachfragen! Denn an solch kleinem Problem soll der Einkauf unserer Kunden in ohnehin schweren Corona-Zeiten nicht scheitern.“ Und zur Not steht an manchen Filialen ja noch diese Neuerung zur Verfügung - ganz ohne Einkaufswagenpflicht.

An solch kleinem Problem soll der Einkauf unserer Kunden in ohnehin schweren Corona-Zeiten nicht scheitern.

Mitarbeiterin einer Lidl-Filiale in Heilbronn

Rubriklistenbild: © Olaf Kubasik

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