Watzmann ist ein deutscher Berg

Peinlicher Fauxpas: Knorr zeigt in Schweizer Werbung falschen Berg

  • Julia Thielen
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Dem Lebensmittelhersteller Knorr ist bei einer Werbung in der Schweiz ein peinlicher Fehler unterlaufen. Der falsche Berg wurde eingeblendet.

Ohje - das war peinlich. Der Heilbronner Suppenhersteller Knorr hat sich in der Schweiz heftig blamiert. In einem Werbespot sollte ein Schweizer Berg zu sehen sein. War es aber nicht. Denn tatsächlich wurde der Watzmann gezeigt. Und der liegt bekanntlich? Richtig, in Deutschland!

Knorr: Peinlicher Fauxpas bei Werbung in der Schweiz - falscher Berg abgebildet

In der Werbung von Knorr wirbt das Unternehmen mit dem Sinnbild des schweizerischen Lebensgefühls. „So schmöckt‘s Dihei“ (so schmeckts daheim) ist der passende Slogan zu den bildlichen Eindrücken: Saftig grüne Wiesen, Bergkulisse. Doch genau da liegt das Problem des Werbespots.

Der Watzmann (hier im Hintergrund) ist ein Berg im Berchtesgadener Land - und eben nicht in der Schweiz. Das musste Knorr bitter lernen.

Statt eines Schweizer Berges wird der Watzmann gezeigt. Letzterer steht nicht bei den Eidgenossen, sondern ist im Berchtesgadener Land verortet. Den Fauxpas, über den zuerst die Schweizer Zeitung Blick berichtet hatte, bemerkte übrigens nicht Knorr selbst. Stattdessen hatte ein Schweizer das Unternehmen Unilever, zu dem Knorr gehört, auf den Fehler aufmerksam gemacht.

Knorr: Fehler in Werbespot in der Schweiz - deutscher Berg Watzmann zu sehen

„Was soll ich sagen? Leider stimmt die Meldung aus der Schweiz“, sagte Unilever-Sprecher Konstantin Bark der Deutschen Presse-Agentur. Das Unternehmen habe das Motiv für die Schweizer Werbung bereits ausgetauscht. Man wolle nun auf den aufmerksamen Beobachter zugehen und sich bedanken, so der Unilever-Sprecher. Es war zunächst nicht klar, ob nun tatsächlich ein Schweizer Berg im Werbespot zu sehen ist - oder Knorr vorsichtshalber ganz auf ein alpines Motiv verzichtete.

Knorr hatte in der Schweiz 2020 noch ganz anders Schlagzeilen gemacht, weil Stellen in verschiedenen Werken abgebaut wurden. In Heilbronn konnte das Werk des Lebensmittelkonzerns dagegen vor dem Aus gerettet werden.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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