Kinderporno-Skandal in Heilbronn

Kirche wehrt sich im Kinderporno-Skandal

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Kirche versichert: Es wurde nichts unnötig verschleppt.

Im Fall des wegen Kinderpornos verdächtigten Ex-Leiters eines evangelischen Kindergartens in Heilbronn versichert die Kirche, nichts unnötig verschleppt zu haben. 

Im November habe es erste, noch wenig konkrete Hinweise gegen den Mann gegeben, sagte der Sprecher der Landeskirche Württemberg, Oliver Hoesch, am Mittwoch. Es seien Maßnahmen ergriffen worden, wie etwa die, dass er nicht mehr alleine mit Kindern in einem Raum habe sein sollen.

Als die Anklage am 8. Januar vorlag, sei der Verdächtige umgehend freigestellt worden. Er muss sich von März an wegen der Verbreitung und des Besitzes von Kinderpornos vor Gericht verantworten. Bei ihm waren laut Anklage vom Dezember bereits 2016 mehr als 10.000 Bilder und 900 Videos mit kinderpornografischem Inhalt gefunden worden.

Ungeklärt ist nach wie vor, warum zwischen dem Erwischen des Mannes im Februar 2016 und der Hausdurchsuchung im Mai 2016 bis zur Information der Gesamtkirchengemeinde Heilbronn als Arbeitgeber und Träger des Kindergartens ein halbes Jahr verging. Die lange Zeit sei "nicht unüblich", hatte ein Sprecher des Amtsgerichts gesagt. Er begründete sie mit langwieriger Überprüfung der Bilder und Videos. Gerade zu diesen Delikten gebe es viele andere Fälle, zudem müssten Kapitalverbrechen wie Mord bei den Ermittlungen vorgehen. 

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