Taten zwischen 2013 und 2019

Prozess wegen Kindesmissbrauchs: Urteil soll heute verkündet werden

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Der Missbrauch soll sich über sechs Jahre hingezogen haben.
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Wie kann ein Vater seiner Tochter nur so etwas antun?

○ Heute soll das Urteil wegen sexuellen Missbrauchs der eigenen Tochter am Landgericht Heilbronn fallen.
○ Hand, - Oral und Analverkehr.
○ Partnerin des Angeklagten entdeckte die schrecklichen Bilder.

Landgericht Heilbronn: Leibliche Tochter über Jahre missbraucht - Urteil gegen Vater soll heute fallen

Update vom 12. Februar, 9.30 Uhr: Heute soll das Urteil gegen den Vater, der seine Tochter über Jahre hinweg sexuell missbraucht und gefilmt haben soll, am Heilbronner Landgericht fallen. Der 38-Jährige gestand am zweiten Prozesstag, am 21. Januar, seine leibliche Tochter in neun Fällen missbraucht zu haben.  

Prozess am Landgericht Heilbronn: Vater gesteht eigene Tochter missbraucht zu haben

Update 21. Januar: Am zweiten Prozesstag am Landgericht Heilbronn zum schrecklichen Prozess wegen Kindesmissbrauchs hat der mutmaßliche Täter die Anklage der Staatsanwaltschaft weitgehend bestätigt. Jedoch widersprach der leibliche Vater des Opfers gleich zu Beginn der Sitzung dem Vorwurf, er sei tatsächlich in das Mädchen eingedrungen und habe daher auch "nicht mit ihr Geschlechtsverkehr gehabt".

Auf die Frage, wie es dazu gekommen sei, gab der Angeklagte mehrfach wenig glaubwürdige Aussagen wie "vielleicht wollte ich etwas probieren" am Landgericht Heilbronn von sich. So habe die Tochter wohl bei ihm im Zimmer geschlafen - und da seien ihm "dumme Ideen" gekommen, erklärt der Angeklagte. 

Angeklagter im Landgericht Heilbronn: "Ich liebe meine Tochter von ganzem Herzen"

Trotz einer sexuell guten Beziehung zu seiner Partnerin und der mehrfach zu Wort gebrachten Liebe zu seiner Tochter, räumt der Vater aus dem Landkreis Heilbronn die Anklage ein, seine leibliche Tochter in insgesamt neun Fällen missbraucht zu haben.

Dabei war es wohl nicht das Kind, das ihn sexuell erregt habe, sondern vielmehr "die Handlung" an sich. Erst im Nachhinein sei ihm klar geworden, was passiert sei. Dass sein Opfer Schmerzen gehabt habe, sei ihm "definitiv nicht egal gewesen", erklärt er wiederholt. Einen entscheidenden Auslöser für die Taten kann der Beschuldigte am zweiten Prozesstag vor dem Heilbronner Landgericht nicht nennen.

Missbrauchs-Vater bestreitet am Landgericht Heilbronn Vorwurf von Pädophilie

Eine konkrete Aussage, warum er jede Tat mit Fotos und Videos dokumentiert habe, kann der angeklagte Vater vor dem Landgericht Heilbronn nicht treffen. So habe der mutmaßliche Täter aus dem Landkreis Heilbronn nach eigener Aussage wohl keine dieser pornografischen Inhalte im Netzt verbreitet. Sein Sexualleben habe er wohl schon immer gefilmt, "vielleicht war es Gewohnheit".

"Ich habe niemals gesagt, pädophil zu sein", erklärt der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht Heilbronn. Das Gegenteil soll er zwei Polizeibeamten, die noch als Zeugen am Landgericht Heilbronn geladen sind, bei seiner Festnahme erklärt haben. Videopassagen, in denen der Angeklagte den Körper seines Opfers bewundert, zeugen allerdings vom Gegenteil. Warum er in den erstellten visuellen Inhalten ausgerechnet die Augen seines Opfers geschwärzt habe, kann der Angeklagte nicht genau erklären. Er habe wohl "irgendwas im Foto-Editor gemacht". Hintergedanken habe er keine gehabt.

Prozess am Landgericht Heilbronn: Hat der mutmaßliche Täter weitere Kinder missbraucht?

Rund um den Kindesmissbrauchsprozess am Heilbronner Landgericht hat ein Video mit eindeutigen Aufnahmen der Tochter den Stein ins Rollen gebracht, welches die Partnerin des mutmaßlichen Täters entdeckt hatte - die allerdings nicht die Mutter der Geschädigten ist. Man habe darüber geredet und wollte sich gemeinsam Hilfe suchen - doch dazu kam es nicht. Zu groß war für den Angeklagten laut eigener Aussage die Angst, ins Gefängnis gehen zu müssen. Zudem habe der Mann aus dem Landkreis Heilbronn für seinen Fall kein passendes Hilfsangebot gefunden.

Die Frage nach den Folgen seiner Tat beantwortet er beim Prozess wegen Kindesmissbrauchs am Heilbronner Landgericht mit "schlecht". Aber warum hat er ausgerechnet die eigene Tochter zum bloßen Sexualobjekt entwürdigt, obwohl er sie doch liebe? Vielleicht "weil sie willig war, weil sie es einfach gemacht hat". Weitere Kinder habe der mutmaßliche Täter nach eigener Aussage nicht missbraucht.

Landgericht Heilbronn: Prozess wegen Kindesmissbrauchs gestartet

Update 20. Januar: Die Vorwürfe, die die Staatsanwältin heute Nachmittag in ihrer Anklageschrift am Heilbronner Landgericht schildert, sind kaum zu ertragen: Ein heute 38-Jähriger soll seine eigene Tochter über sieben Jahre - von 2013 bis 2019 - hinweg sexuell missbraucht, ihr Verletzungen zugefügt und davon auch noch kinderpornografisches Material angefertigt haben. Besonders pervers: Im Nachhinein soll sich der in Heilbronn aufgewachsene Handwerker auch noch beim Betrachten der Bilder und Videos von Anal, - Vaginal- und Oralverkehr von sich selbst mit seiner eigenen Tochter sexuell stimuliert haben. Zu seinem Vergnügen soll der Vater das Mädchen auch noch gezwungen haben, Dessous anzulegen und sich darin ablichten zu lassen.

Kindesmissbrauchs-Prozess in Heilbronn: Eigene Tochter herabgewürdigt

Das mutmaßliche Vorgehen des Mannes aus dem Landkreis Heilbronn gegenüber seiner leiblichen Tochter ist mit klarem Verstand kaum nachvollziehbar: Völlig ohne Empathie und ohne auf die Schmerzensausrufe wie "Ich will das aber nicht" des damals zwischen fünf und elf Jahre alten Mädchens einzugehen, soll er das Kind zum bloßen Sexualobjektherabgewürdigt haben. Drohungen und Sprechweisen, wie man sie sonst nur aus schmuddeligsten Erwachsenenfilmen kennt, sollen bei dem mutmaßlichen Vergewaltiger Eingang ins Kinderzimmer gefunden haben. Die neun Taten, die die Staatsanwaltschaft Heilbronn dem Mann vorwirft, sind mutmaßlich alle auf den von ihm angefertigten Fotos und Videos festgehalten.

Am ersten der insgesamt vier angesetzten Verhandlungstage äußert sich der Angeklagte aus dem Landkreis Heilbronn bisher nur zu seiner Biographie. Und die verläuft im Zickzack: Vielfach wechselte der bei einer Zeitarbeitsfirma angestellte Handwerker seinen Arbeitsplatz. Auch sein Wohnort variierte mehrfach im Stadt- und Landkreis Heilbronn. Zudem habe der 38-Jährige, der sich an die konkrete zeitliche Einordnung einiger Lebensstationen nicht genau erinnern kann, rund 30.000 Euro Schulden.

Prozess am Heilbronner Landgericht: Angeklagter wegen Kindesmissbrauchs soll gestehen

Unter Tränen erklärt der mutmaßliche Kinderschänder gegenüber dem Vorsitzenden Richter Martin Liebisch, dass er bis vor Kurzem ein gutes Verhältnis zur getrennt von ihm lebenden Mutter seiner einzigen Tochter gehabt habe. Auch zu seinen Eltern und seinem Bruder bestehe ein guter Kontakt. Mit Alkohol und Drogen habe er nie Probleme gehabt.

Morgen um 9 Uhr soll der Prozess wegen unter anderem schweren sexuellen Missbrauchs der eigenen Tochter am Heilbronner Landgericht weitergehen. Wie Markus Okolisan, Verteidiger des Angeklagten, beim heutigen Prozessauftakt erklärt, möchte sich sein Mandant dann zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen äußern. Voraussichtlich wird er die Taten - von wenigen Details abgesehen - gestehen.

Prozess in Heilbronn: Vater soll jahrelang eigene Tochter missbraucht haben

Erstmeldung 18. Januar: Wie kann ein Mensch einem Kind nur so etwas antun? Und dann auch noch der eigenen Tochter? Ab dem kommenden Montag, 20. Januar, ist am Heilbronner Landgericht ein 38-Jähriger angeklagt. Der unfassbare Vorwurf: Der Mann soll seine im Jahr 2007 geborene Tochter im Zeitraum der Jahre von 2013 bis 2019 in Neckarsulm, Bad Rappenau und Heilbronn mehrmals sexuell missbraucht haben!

Dem angeklagten mutmaßlichen Kinderschänder werden in dem anstehenden Prozess am Landgericht in Heilbronn wegen Kindesmissbrauchs insgesamt neun Taten vorgeworfen, die mit Handverkehr im Alter von fünf Jahren begonnen, mit Oralverkehr im Alter von acht bis zehn Jahren weitergegangen sein und mit zusätzlich vollzogenem Geschlechts- und Analverkehr im Alter von elf Jahren geendet haben sollen.

Während der Übergriffe gegenüber seines eigenen Kindes habe sich der Angeklagte teilweise über den ausdrücklich geäußerten, entgegenstehenden Willen seiner Tochter hinweggesetzt und dazu auch noch kinderpornografisches Material erstellt.

Seit dem 24. Mai 2019 befindet sich der Angeklagte wegen der Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs seiner eigenen Tochter in Untersuchungshaft.

Heilbronn: Mehrere Prozesse wegen Kindesmissbrauchs

Der am kommenden Montag beginnende Prozess wegen mutmaßlichen Kindesmissbrauchs ist bedauerlicherweise nicht der einzige dieser Art, der in diesen Tagen die Gerichte in Heilbronn beschäftigt. Am 30. Januar beginnt der erneute Prozess gegen den ehemaligen Heilbronner Kindergartenleiter Kevin F. Dieser wurde bereits im Spätsommer 2018 zu fünf Jahren Haft - unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern - verurteilt. Mittlerweile wirft die Staatsanwaltschaft Kevin F. elf weitere Fälle von sexuellen Missbrauchs an zwei Jungen vor.

Am Heilbronner Amtsgericht musste sich gestern ein Mann aus Vaihingen an der Enz im Landkreis Ludwigsburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, zusammen mit zwei weiteren Männern eine Entführung und anschließende Vergewaltigung eines Jungen geplant zu haben und außerdem kinderpornografische Bilder besessen zu haben.

Bereits im vergangenen Jahr sorgte der Missbrauch von mutmaßlich mindestens 29 Kindern auf einem Campingplatz in Lügde in Nordrhein-Westfalen bundesweit für Aufsehen und Entsetzen.

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