Angeklagter hat Verdacht gestanden

Kinderporno-Skandal: Nacktbilder auf Freizeit entstanden

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Auch eine zwischenzeitliche Therapie stoppte den Angeklagten wohl nicht. 

Es ist eine Horrorvorstellung für Eltern: Nacktbilder des eigenen Nachwuchses könnten im Umlauf sein. Genau mit dieser Vorstellung sehen sich Familien im Heilbronner Kinderporno-Skandal konfrontiert. Das Krisenteam der Kirche als Träger des Kindergartens, in dem der Mann Leiter war, ging dem Verdacht nach.

Die "Heilbronner Stimme" berichtete unlängst, dass der Beschuldigte Bilder angefertigt habe, auf dem der Genitalbereich von Jungen zu sehen sei. Laut Pfarrer Albrecht Wein, der im Austausch mit der Polizei steht, sind Bilder bei der "Schloss Emmaus"-Freizeit entstanden. Was genau zu sehen ist, "kann auch die Polizei noch nicht sagen, da der Beschuldigte diese Tatsache bei einer richterlichen Vernehmung gestanden hat", heißt es in einem Rundschreiben an alle Eltern, das echo24.de vorliegt. Betroffene Familien werden von den Ermittlern informiert.

Noch gravierender sind die Einblicke, die es in der "Südwest Presse" gibt. Dort berichtet Anwalt Thomas Amann, dass sich sein Mandant, trotz des bereits laufenden Verdachts gegen ihn, an einem Jungen vergangen haben soll. Das Ganze passierte 2016. Der Ex-Erzieher habe sich nach der ersten Razzia bei sich einer Psychotherapie unterzogen. Dennoch missbrauchte er weiter einen Jungen aus seinem Bekanntenkreis.

Der Verteidiger rechnet bei einer Verurteilung mit einer Freiheitsstrafe bis zu neun Jahren.

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