Gegen fristlose Kündigung geklagt

Kinderporno-Skandal: Verurteilter Ex-Erzieher erzielt Teilerfolg vor Arbeitsgericht

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Der ehemalige Kindergarten-Leiter Kevin F. wurde im September des schweren sexuellen Missbrauchs sowie des Besitzes und der Herstellung kinderpornographischer Schriften schuldig gesprochen.
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Er ist wegen Kindesmissbrauchs und Besitz von Kinderpornografie verurteilt. Dennoch hat der ehemalige Heilbronner Kindergartenleiter gegen seine fristlose Kündigung geklagt – und zu einem Teil Recht bekommen.

Zu einem Nachspiel kam es am gestrigen Mittwoch im Heilbronner Missbrauchs-Skandal. Der verurteilte ehemalige Kindergarten-Leiter und sein ehemaliger Arbeitgeber, die evangelische Gesamtkirchengemeinde, trafen sich erneut – vor dem Arbeitsgericht. Der 31-jährige Ex-Erzieher Kevin F. hat sich hier gegen die fristlose Kündigung gewehrt. Tatsächlich gab ihm das Gericht in Teilen Recht, wie der SWR berichtet.

Kevin F. will Geld an seine Missbrauchs-Opfer zahlen

Ursprünglich hatten sich beide Partien im Januar 2018 zu einem Aufhebungsvertrag mit Lohnfortzahlung bis August geeinigt. Damals liefen bereits das Strafverfahren wegen Kinderpornografie gegen den Erzieher. Als im März des Jahres die Vorwürfe des Kindesmissbrauchs folgten, kam es zur fristlosen Kündigung und die Kirche verweigerte eine Lohnfortzahlung.

Jetzt die Entscheidung des Gerichts: Aufgrund von formalen Fehlern wurde die Kündigung erst Mitte April wirksam. Bis dahin hat der Erzieher Anspruch auf sein Geld. Er habe angekündigt, dieses seinem Missbrauchs-Opfer als Entschädigung zu zahlen, heißt es im SWR weiter. Der langjährige Erzieher wurde im September zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt.

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