Am 16. März kommt der Fall vor Gericht

Kinderporno-Skandal: Das sind die Hintergründe

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Ein Heilbronner Kindergartenleiter kommt vor Gericht. Was passiert ist, wie der Träger damit umgeht und wie das Strafmaß ausfallen könnte...

Weil er 10.000 Bilder und 900 Videos mit kinderpornografischem Inhalt besitzen soll, muss sich ein Heilbronner Kindergartenleiter vor Gericht verantworten. 

Wie geht der ehemalige Arbeitgeber damit um? 

Angestellt war der Kindergartenleiter bei der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Heilbronn. Nach echo24.de-Informationen war der Einrichtung im Dezember 2017 bekannt, dass Ermittlungen gegen den Mann laufen, allerdings hielt sich die Staatsanwaltschaft mit Informationen bedeckt, sagte lediglich, dass die Einrichtung in der er arbeitete, nicht betroffen sei. "Am 8. Januar haben wir die Anklageschrift bekommen", sagt Rolf Krieg, Leiter der  Verwaltung:"Wir haben dann selbstverständlich umgehend reagiert und ihn sofort freigestellt. Außerdem haben wir natürlich mit den ermittelnden Behörden kooperiert."

Der Vorgang sei für alle unfassbar. Krieg: "Es war mir persönlich wichtig, bei den Kollegen nachzuforschen, ob wir etwas übersehen haben könnten, ob es Hinweise gab." Bisher lautet die Anklage gegen den Mann auf Besitz von Kinderpornografie. "Die Staatsanwaltschaft hat keine Anhaltspunkte, dass in der Einrichtung in Heilbronn  irgendwelche Aufnahmen gemacht wurden." 

Wie werden die Eltern informiert? 

Heute gib es in der Einrichtung, in welcher der Angeklagte zuletzt tätig war, eine Informationsveranstaltung für Eltern. Krieg: "Es geht darum, den Eltern keinerlei Informationen vorzuenthalten. Wir berichten über alles, was wir wissen, teilen nochmal mit, dass wir uns bereits von dem Mann getrennt haben."

Wie wurde der Kindergartenleiter erwischt? 

Eine Routineuntersuchung der Polizei im Internet führte zum Heilbronner Kindergartenleiter. Das Heilbronner Amtsgericht teilt mit: "Das Verfahren nahm seinen Ausgang darin, dass die Polizei sich an einer Tauschbörse beteiligt hat, an der auch kinderpornografische Bilder getauscht wurden."

Welches Strafmaß erwartet den Angeklagten? 

Vom Amtsgericht Heilbronn hat echo24.de folgende Information: "Das Strafmaß reicht von einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis 5 Jahre für das Verbreiten (der ersten Bilder an die Polizei) bzw. von einer Geldstrafe bis hin zu drei Jahren Haft für den Besitz (§ 184b Abs. 1 und 3 StGB)."

Das Heilbronner Amtsgericht verhandelt den Fall am 16. März.

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