Alle 12.000 Beschäftigten sollen übernommen werden

Klare Ansage von Kaufland: So geht‘s für die 12.000 Real-Mitarbeiter weiter

Logo von Kaufland an einer Hauswand.
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Kaufland will alle Real-Mitarbeiter im Falle einer Übernahme weiterbeschäftigen.
  • Julia Thielen
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Kaufland will einige Filialen von Real übernehmen. Doch nicht nur das: Auch die Mitarbeiter haben eine Zukunft in der Schwarz-Gruppe. Das sichert das Unternehmen zu.

Diese Nachricht lässt rund 12.000 Mitarbeiter von Real aufatmen. Kaufland hat gegenüber der Gewerkschaft verdi zugesichert, die Beschäftigten auch im Falle einer Übernahme einzelner Real-Filialen abzusichern. Und nicht nur das: Es soll sogar Verbesserungen geben. Bislang war für die Mitarbeiter der im Februar verkauften Warenhauskette unklar, wie es weitergehen wird.

Kaufland macht klare Ansage: Alle Real-Mitarbeiter werden nach Übernahme weiterbeschäftigt

„Wir stehen zu unserer Verantwortung und unseren Verpflichtungen.“

Rolf Imhof, Geschäftsleitungsvorsitzender Kaufland Deutschland

„Kaufland steht zum Tarifvertrag des Einzelhandels und wird das auch in Zukunft tun“, erklärt Ralf Imhof, Geschäftsleitungsvorsitzender Kaufland Deutschland, in einer Pressemitteilung vom gestrigen Donnerstag. Und weiter: „Unsere Mitarbeiter tragen maßgeblich zu unserem Erfolg als Handelsunternehmen bei. Deshalb stehen wir selbstverständlich zu unserer Verantwortung und unseren Verpflichtungen als Tarifpartner.“

Die Warenhauskette real wird zerschlagen. Einige Filialen will Kaufland übernehmen.

Darüber hinaus will das Neckarsulmer Unternehmen Kaufland, das zur Schwarz-Gruppe gehört, auch die bestehenden Betriebsratsstrukturen von Real beibehalten. Hiermit solle eine konstruktive Zusammenarbeit auch in Zukunft gewährleistet sein. Für die Mitarbeiter der zur Übernahme anstehenden Real-Filialen hieße das, dass sie nicht nur übernommen, sondern auch ohne Unterbrechung weiterbeschäftigt werden.

Kaufland nach Real-Übernahme: Klare Ansage für alle Mitarbeiter

Darüber hinaus könnten die Beschäftigten auch von der Sozialpartnerschaft der Schwarz-Gruppe, die erst gestern einen weiteren Deal der Tochterfirma PreZero bekannt gegeben hatte, profitieren. Kaufland setzt nach eigenen Angaben auf hohe Standards vor allem in Sachen Gehalt. Demnach liegt der firmeninterne Mindstlohn bei elf Euro - und damit 1,65 Euro über dem gesetzlich festgelegten Wert.

Einer Übernahme der Real-Filialen durch Kaufland steht derzeit aber noch unter Vorbehalt. Erst bei einer kartellrechtlichen Genehmigung könnte der Deal, auch für die 12.000 Beschäftigten, endgültig über die Bühne gehen. Zuvor hatte Kaufland schon den Online-Marktplatz real.de übernommen.

Real wird zerschlagen: Kaufland und Edeka übernehmen Teil der Filialen

Die russische SCP Group hatte Real im Februar von der Metro Gruppe gekauft und anschließend angekündigt, die Warenhauskette zerschlagen zu wollen. Neben der Schwarz Gruppe, zu der neben Kaufland auch Lidl zählt, will auch Edeka Real-Filialen übernehmen. Insgesamt gibt es 276 Real-Filialen. 141 davon sollen an Kaufland und Edeka gehen. Auch die Supermarktkette Globus will sich in den Verkauf einschalten. Für einige Filialen gibt es aber wohl dennoch keine Zukunft.

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