Übers Ziel hinausgeschossen

Eigentor und Kunden-Schock: Kaufland-Werbung geht mächtig in die Hose

Das Logo von Kaufland an einer Filiale in Heilbronn und eine Hand, die einen Börek-Stick wie eine Zigarette hält.
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Kaufland bewirbt Börek-Sticks, macht dabei aber zwei entscheidende Fehler.
  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Kaufland bewirbt Esswaren auf Facebook - und begeht nach Ansicht der Kunden gleich einen doppelten Fehler.

  • Kaufland sorgt mit seinen Angeboten auf Facebook immer wieder für Furore.
  • Nun hat die Supermarktkette aus Neckarsulm allerdings den Vogel abgeschossen.
  • Bei einer Werbung für Esswaren schießt der Vollsortimenter sogar ein Eigentor.

Witzig gemeinte Werbung kann ein schmaler Grat sein. Und auf dem wandelt das wortgewandte Social-Media-Team von Kaufland* wahnsinnig gerne bei seinen Angebots-Posts auf Facebook. Und selbst vor blankem Horror* wird dabei nicht zurückgeschreckt. Doch diesmal ist die Supermarktkette für manche Kunden einen Schritt zu weit gegangen. Mit einem Werbe-Angebot, das nicht nur zum Eigentor wird, sondern auch einen Schock bei manchen Kunden auslöst, wie echo24.de* berichtet.

Der zur Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm (Landkreis Heilbronn) gehörende Vollsortimenter macht mit seiner Facebook-Werbung auf ein Angebot für Börek-Sticks aufmerksam. Diese türkische Leckerei gibt es wahlweise mit Spinat oder Feta-Käse an den Backshops des Discounters, an denen manche Kunden allerdings nicht immer für appetitliche Situationen sorgen*. Der Hintergedanke dabei ist clever: Eine männliche Hand hält einen Börek-Stick wie eine Zigarette. Dazu textet das Social-Media-Team auf dem Facebook-Foto: „Mein neues Laster.“

Kaufland Neckarsulm: Börek-Werbung beschert Eigentor und Kunden-Schock

Was Kaufland jedoch DANN noch dazu schreibt, ist nicht gerade von Vorteil. Und sorgt bei manchem Kunden sogar für einen regelrechten Schock. Offensichtlich beflügelt von der Tatsache, dass die Supermarktkette aus Neckarsulm fortan über 25 Millionen Artikel* anbieten kann, setzt sie noch einen drauf. DENN: Der Post wird just am 1. Mai veröffentlicht, an dem Kaufland eine Giga-Online-Party veranstaltet und dabei seinen Kunden einiges bietet*.

Zu der Facebook-Werbung für die Börek-Sticks schreibt das auch wegen der Corona-Krise immer wieder in die Kritik der Kunden geratene Kaufland* nämlich: „Alternativ kann man damit auch Schlagzeug spielen.“ BÄMM! Die Antworten der User folgen prompt. Denn es ist immer noch so, wie eine Nutzerin anmerkt: „Mit Essen spielt man nicht!“ Aber es kommt noch besser, denn mit diesem Text zum Facebook-Post für Börek-Sticks hat Kaufland auch noch ein lupenreines Eigentor erzielt.

UnternehmenKaufland
RechtsformStiftung & Co. KG
SitzNeckarsulm (Landkreis Heilbronn)
Gründung1968
BrancheLebensmitteleinzelhandel

Kaufland Neckarsulm: Mit Facebook-Post sorgt die Supermarktkette für Kunden-Kritik

Zwar erscheint der Facebook-Post des immer auch wieder gewisse Promis* auf die Schippe nehmenden Social-Media-Teams von Kaufland zunächst werbewirksam. ABER: Nicht nur Schlagzeugspieler wissen, was für einer Drum-Konsistenz der Sticks es bedarf. Deswegen schreibt ein User folgerichtig: „Na, die Werbung ist ja nicht gerade vorteilhaft, hört sich an, als wenn die knüppelhart wären.“ Ein anderer schlägt in die gleiche Kerbe, indem er schreibt: „Müssen die Teile aber hart sein!“

Na, die Werbung ist ja nicht gerade vorteilhaft, hört sich an, als wenn die knüppelhart wären.

Ein User auf der Facebook-Seite von Kaufland

Der Spott wird darauf nicht minder: „Dafür brauchst du gute Zähne“, lautet der Kommentar auf die von Kaufland selbst angepriesene Härte der Börek-Sticks, die das humorvolle Social-Media-Team* mit folgenden Worten abzublocken versucht: „Nee, nur gut ausgereifte Geschmacksknospen, damit du auch alles richtig genießen kannst.“ Schließlich sind die Börek-Sticks laut einer weiteren Kundin nur eins: „Sehr fettig ,sonst ok.“ *echo24.de ist ein Angebot von IPPEN MEDIA.

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