An den Backshops der Filialen

„Einfach nur widerlich!“ Das macht Kaufland gegen DIESE Hygiene-Muffel

  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Es kommt selten vor, doch dabei steht Kaufland bei einer Warengruppe vor einem Problem - denn es würde die Vielfalt beschränken.

Es ist ein ganz normaler Werktagmorgen in einer Kaufland-Filiale in Heilbronn. Und nicht gerade die Uhrzeit für Großeinkäufe. Vielmehr decken sich vornehmlich Schüler und Berufstätige mit den Lebensmitteln ein, die sie in der erstbesten Frühstückspause verzehren werden. Der Andrang am Backshop der Filiale ist dementsprechend groß. Vor der Auslage warten zahlreiche Kunden, als plötzlich ein Schrei ertönt. Eine Frau ruft: „Da ist ja einfach nur widerlich, was Sie da machen!“

NameKaufland
RechtsformStiftung & Co. KG
Gründung1968
SitzNeckarsulm
BrancheLebensmitteleinzelhandel

In seinen Backshops lässt Kaufland, das wie der Discounter Lidl zur Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm gehört, „mehrmals täglich frisch backen“. Dabei wird dem Vollsortimenter zufolge in den jeweiligen Märkten immer „eine individuelle Auswahl“ angeboten. Die gebackenen Erzeugnisse warten dann in der Auslage auf Kunden, die dir gewünschten Produkte mit bereitgestellten Zangen herausholen und direkt in die zu benutzenden Tüten mit Sichtfenstern wandern lassen können. Ein Kaufland-Unternehmenssprecherin erklärt: „Für die Entnahme stehen aber auch Einmalhandschuhe zur Verfügung.“

Kaufland Neckarsulm: Hygiene-Hinweise für Kunden an den Backshops

Dass die Kunden an den Backshops auf Hygiene achten, ist Kaufland mit Sitz in Neckarsulm bei Heilbronn extrem wichtig. Schließlich handelt es sich um unverpackte Lebensmittel. Deshalb sind an jedem einzelnen Produktfach auch deutlich sichtbar Info-Schilder in Knallfarben angebracht. Auf diesen steht: „Bitte fassen Sie die Backwaren nicht mit Ihren Händen an. Wir danken für Ihr Verständnis.“ Das müsste eigentlich bekannt sein - im Gegensatz zu einem gewissen Detail bei der Kaufland-Kassenöffnung.

Aber wohl doch nicht allen, wie der Schrei der Kundin beweist. Doch was ist passiert? Ein Mann hat mit seinen bloßen Händen in ein Fach gegriffen und mehrere Backwaren angefasst, um sich dann für eins zu entscheiden. Ein absolutes No-Go - nicht nur in Corona-Zeiten, in denen vor allem Kaufland bei Nichtbeachtung geltender Maßnahmen wie der Maskenpflicht besonders hart durchgreift. Doch wie lässt sich das seltene, aber dennoch hin und wieder vorkommende Igitt-Problem mit Hygiene-Sündern an den Backshops in den Griff bekommen?

Kaufland Neckarsulm: Reaktion auf Hygiene-Muffel an den Backshops

Ein Backautomat wie ihn zum Beispiel der Discounter Aldi in seinen Filialen betreibt, ist für Kaufland keine Alternative. Die Unternehmenssprecherin erklärt gegenüber echo24.de: „Damit wäre unser umfangreiches Backwarensortiment nicht darstellbar.“ Vielmehr setzt Kaufland, das an seinem Stammsitz in Neckarsulm eine besondere Rabattpolitik betreibt, auf die Vernunft. Und darauf, dass in den selten vorkommenden Ekel-Fällen andere Kunden reagieren - wie in diesem Fall die resolute Frau.

An den Backshop in den Filialen von Kaufland Neckarsulm sind deutliche Hygiene-Hinweise angebracht.

Rubriklistenbild: © Olaf Kubasik

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