Einlass-Regeln sorgen für Missmut

Kritik an Kaufland: Supermarkt wehrt sich gegen heftige Corona-Vorwürfe  

Das Logo von Kaufland über dem Eingang einer Filiale in Heilbronn.
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An der Kundenzahl bei Kaufland stoßen sich in Corona-Zeiten manche Kunden.
  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Die Kundenzahl bei Kaufland stößt in Corona-Zeiten manchen Kunden sauer auf - jetzt bezieht der Supermarkt Stellung.

Die Auflagen in Corona-Zeiten sind für die meisten Händler hart. Sehr hart. Wer nicht als Grundversorger gilt, hat schlechte Karten. Er muss derzeit auf „Click & Collect“ setzen, während große Supermarkt-, Discounter- und Drogeriemarktketten mit ihren weit über das eigentliche Sortiment hinausgehenden Artikeln unter Auflagen weiterhin geöffnet haben dürfen. Das sorgt für Kritik. Und Wut. Dieser sieht sich vor allem Kaufland immer wieder ausgesetzt - DENN: Der Vollsortimenter aus Neckarsulm scheint vielen Kunden aufgrund der Corona-Verordnung ein regelrechter Dorn im Auge zu sein...

Stein des Anstoßes ist, dass in den stetig wachsenden Filialen von Kaufland nach Ansicht vieler Kunden keine Einlass-Regeln in der Corona-Krise gelten würden. Eine Einkaufswagen-Pflicht, um die entsprechende Kundenzahl bezüglich der Größe der Verkaufsfläche zu regulieren, gibt es vielerorts bei Kaufland nicht. Ganz im Gegensatz zu der ebenfalls zur Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm gehörenden Discounter-Schwester Lidl.

Kaufland Neckarsulm in der Kunden-Kritik: Supermarkt kontert Corona-Vorwürfe

Und von einer sogenannten Ampel, wie sie bei einem Großteil der Konkurrenz eingesetzt wird, ist auch nichts zu sehen. Auf den Social-Media-Kanälen häuft sich die Kritik, die ein Twitter-User so formuliert: „Wenn ich mir die Partys im Kaufland anschaue, kann ich keine ehrliche Kritik äußern...“ Aber sind diese schwerwiegenden Vorwürfe gewisser Kunden überhaupt haltbar? Vor allem vor dem Hintergrund, dass Kaufland bei Verletzung einer bestimmten Corona-Regel sogar von seinem Hausrecht Gebrauch machen will.

Wir appellieren an unsere Kunden, wenn möglich alleine einkaufen zu gehen sowie die gesamte Dauer unserer Öffnungszeiten zu nutzen und insbesondere montags, dienstags und mittwochs einzukaufen.

Eine Unternehmenssprecherin von Kaufland

Eine Unternehmenssprecherin von Kaufland wehrt sich auf echo24.de-Anfrage gegen die Kritik: „Zur Umsetzung der aktuellen Beschränkung begrenzen wir entweder die Einkaufwagen und bitten jeden Kunden, einen Einkaufswagen zu benutzen, oder erfassen die Kundenanzahl mit Eingangszählern. So können wir sicherstellen, dass die Vorgabe eingehalten wird.“ Und weiter: „Wir appellieren an unsere Kunden, wenn möglich alleine einkaufen zu gehen sowie die gesamte Dauer unserer Öffnungszeiten zu nutzen und insbesondere montags, dienstags und mittwochs einzukaufen.“ Eine Ausnahme hiervon würden Kunden bilden, die bewegungseingeschränkt sind beziehungsweise Mütter oder Väter mit kleinen Kindern.

UnternehmenKaufland
RechtsformStiftung & Co. KG
SitzNeckarsulm
Gründung1968
BrancheLebensmitteleinzelhandel

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