Supermarktkette wehrt sich

Corona-Kalkül? Kriselnde Kult-Marken immer wieder bei Kaufland im Angebot

Das Logo von Kaufland an einer Filiale in Heilbronn und die bald schließende Benetton-Filiale in Heilbronn.
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Kaufland wirbt mit Angeboten der insolventen Mode-Kette Benetton - einige Kunden finden das verwerflich.
  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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In der Corona-Krise muss sich vor allem Kaufland immer wieder ungeheuerliche Vorwürfe gefallen lassen. Zu Unrecht?

Die Corona-Krise hat zahlreiche Einzelhandels-Unternehmen in die Insolvenz getrieben - oder gleich ganz ausradiert. Andere wiederum profitieren davon. Und zwar all die, die als Grundversorger gelten, also Dinge des täglichen Bedarfs anbieten. Heißt Lebensmittel, Drogeriewaren... Kaufland bietet als Vollsortimenter ein Gesamtpaket dieser Produkte, zählt in Zeiten der Pandemie und ihrer Verordnungen zu den wenigen Treffpunkten der Menschen. Deswegen muss sich die Supermarktkette jede Menge Unterstellungen gefallen lassen - wie zum Beispiel diesen unglaublichen Vorwurf.

Doch damit nicht genug! Obwohl die zur Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm gehörende Supermarktkette stets darauf verweist, dass sie „in allen Bundesländern mit den zuständigen Behörden in Kontakt steht und alles daran setzt, behördlich auferlegte Verordnungen zeitnah und pragmatisch umzusetzen“, hören die Nadelstiche gewisser Kunden gegenüber Kaufland nicht auf. Und die machen mittlerweile selbst vor den Mitarbeitern an den Kassen nicht Halt.

Kaufland Neckarsulm: Kunden-Kritik an kriselnden Kult-Marken im Supermarkt-Angebot

Nichtsdestotrotz geht es mit den Ungeheuerlichkeiten weiter - es heißt: Kaufland würde sich an insolventen Unternehmen bereichern, um für sich DEN Big Deal herauszuschlagen. Erster Anlass der Kritik: die Angebote, auf dem von Kaufland in seine Homepage integrierten Online-Marktplatz real.de. Dass dort Waren kriselnder Kult-Marken wie Hallhuber oder Douglas auftauchen, ist dem Umstand der Marktplatz-Übernahme geschuldet. Dazu schreibt Kaufland: „Auf Kaufland.de gibt es keine versteckten Kosten. Neben einer monatlichen Grundgebühr werden von Ihren Verkaufserlösen lediglich die Produktgruppen-Rabatte abgezogen.“

Die Angebote stehen in keinem Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Situation.

Eine Unternehmenssprecherin von Kaufland

Soweit zum Digitalen - aber was ist mit den analogen Prospekt-Angeboten von Kaufland? Dort sorgte erst jüngst eine Sonderseite für Aufregung, in der der Supermarkt-Gigant aus Neckarsulm Produkte des insolventen Herstellers Benetton angeboten hatte. Auch diesem Vorwurf erteilt eine Unternehmenssprecherin eine klare Abfuhr, indem sie gegenüber echo24.de verkündet: „Die jeweiligen Angebote aus unserem Kunden-Prospekt, wie beispielsweise die Artikel der Marke Benetton, werden lange im Voraus geplant. Sie stehen daher in keinem Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Situation.“ 

UnternehmenKaufland
RechtsformStiftung & Co. KG
SitzNeckarsulm
Gründung1968
BrancheLebensmitteleinzelhandel

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