Unverschämtes Verhalten in den Filialen

Kaufland knallhart: Knauser-Kunden sind Supermarktkette ein Dorn im Auge

Das Logo von Kaufland vor einem Stapel Zeitungen
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Kaufland hat mit gewissen Kunden ein Problem im Zeitschriften- und Zeitungssortiment.
  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Kaufland machen in seinen Filialen immer wieder Knauser-Kunden zu schaffen - jetzt reagiert die Supermarktkette mit einer Ansage.

Das eiserne Gesetz des Handels lautet: Der Kunde ist König. Natürlich gilt das auch für Supermärkte und Discounter. Kaufland ging in seiner letzten Werbekampagne „König von Kaufland“ sogar noch einen Schritt weiter. Christoph Schneider, Geschäftsführer Marketing Deutschland bei Kaufland, erklärte den dahinter steckenden Gedanken mit den Worten: „Der König, der die Regentschaft über die Preise übernimmt, symbolisiert natürlich all unsere Kunden.“ Doch Kaufland macht die Rechnung ohne den Wirt - DENN: Der Kunde mag zwar König sein, aber nicht jeder Kunde verhält sich königlich. Im Gegenteil....

Gerade in den weitläufigen Filialen von Kaufland haben eines jeglichen Königs unwürdige Kunden leichtes Spiel. Zum Beispiel an den Backshops. Was dort hin und wieder zu beobachten ist, lässt stark an der Kinderstube mancher Zeitgenossen zweifeln. Doch es gibt noch ein weiteres Sorgenkind in den Filialen der zur Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm gehörenden Supermarktkette. Und in diesem Segment kommt es nicht nur hin und wieder zu unappetitlichen Szenen, sondern in regelmäßigen Abständen. Die Krone setzt dem Ganzen ein Fall auf, von dem eine entsetzte Kundin echo24.de berichtet.

Kaufland Neckarsulm: Knauser-Kunden sorgen für Ekel in den Filialen

Samstag. Für die meisten Menschen ist das DER Tag der Lebensmittel-Einkäufe. Dementsprechend gut besucht ist die Filiale von Kaufland im Raum Heilbronn. Als die Kundin den Zeitungs- und Zeitschriften-Bereich passiert, sieht sie Unfassbares: Ein Mann mittleren Alters hat eine Tageszeitung auf dem Regal ausgebreitet, um sie zu lesen. Nicht um sie zu kaufen. Dabei greift er immer wieder mit dem Zeigefinger unter seinen Mund-Nasenschutz, befeuchtet diesen - zum besseren Umblättern der Seiten. Igitt (das kann aber auch Kaufland mit diesem Produkt)! Als eine Frau mit vollem Einkaufswagen erscheint, legt der Knauser-Kunde die Zeitung zurück ins Verkaufsregal und trottet samt ihr von dannen.

Das größte Problem für Kaufland, das nunmehr über 25 Millionen Produkte anbieten kann: Während bei Discounter-Schwester Lidl das abgespeckte Zeitungs- und Zeitschriften-Sortiment gut ersichtlich für die Mitarbeiter im Kassenbereich angesiedelt ist, steht es in den Filialen der Supermarktkette aus Neckarsulm in einem ziemlich unbeobachteten Bereich. Ekel-Folge: Die Versuchung der Knauser-Kunden ist hoch, dieses vermeintliche „Gratis-Angebot“ zu nutzen. Aber was macht Kaufland dagegen?

Da wir allen Kunden einwandfreie Produkte anbieten möchten, bitten wir sie, Zeitungen und Zeitschriften erst nach dem Kauf zu lesen.

Eine Unternehmenssprecherin von Kaufland

Kaufland Neckarsulm: Reaktion auf Knauser-Kunden in Filialen folgt

Auf echo24.de-Anfrage teilt eine Unternehmenssprecherin von Kaufland kulant mit, dass die Zufriedenheit der Kunden an erster Stelle stehe: „Da wir allen Kunden einwandfreie Produkte anbieten möchten, bitten wir sie, Zeitungen und Zeitschriften erst nach dem Kauf zu lesen.“ Knallhart folgt dann allerdings DAS: Jeder Kunde könne sich darauf verlassen, dass er ein originales, ungelesenes Produkt erwerbe. Wie die zur innovativen Schwarz-Gruppe gehörende Supermarktkette das Problem lösen wird, verrät sie aus guten Gründen selbstverständlich nicht.

UnternehmenKaufland
RechtsformStiftung & Co. KG
SitzNeckarsulm
Gründung1968
BrancheLebensmitteleinzelhandel

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