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Kaufland sorgt mit Corona-Plakat für Verwirrung bei Kunden – das steckt dahinter

  • Olaf Kubasik
    vonOlaf Kubasik
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Bei all den Corona-Verordnungen verliert man leicht den Überblick. Auch bei Kaufland in Heilbronn passiert ein kurioses Missgeschick.

Die Corona-Pandemie hält die Welt weiter im Würgegriff. Und die Zahl der Neuinfektionen mit Covid-19 steigt in der kalten Jahreszeit weiterhin rasant an. Weil die Bundesregierung eine Überlastung des Gesundheitssystems befürchtet, gilt seit 2. November und vorerst bis Ende des Monats ein „Lockdown light“. Dadurch soll die Ausbreitung des Virus eingedämmt - und die Sieben-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen sich binnen sieben Tagen auf 100.000 Einwohner infizieren, gesenkt werden.

NameKaufland
RechtsformStiftung & Co. KG
Gründung1968
SitzNeckarsulm (Landkreis Heilbronn)
BrancheLebensmitteleinzelhandel

Es ist aber gar nicht so einfach, im Corona-Maßnahmen-Dschungel noch den Überblick zu bewahren. Denn neben den Lockdown-Regeln von Bund und Ländern gibt es auch noch die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg. Außerdem haben viele Stadt- und Landkreise Allgemeinverfügungen erlassen, diese - wie Heilbronn - aber mittlerweile wieder aufgehoben, weil sie die Corona-Verordnung des Landes übernommen haben. Das führt zu Verwirrung - und viele Menschen fragen sich, was gilt jetzt eigentlich überhaupt wo? Und dabei können selbst Unternehmen wie der Lebensmittelgigant Kaufland schon einmal den Überblick verlieren...

Kaufland in Heilbronn: Kurioses Plakat vor Filiale in der Stuttgarter Straße

Kaufland steht seit Beginn der Corona-Pandemie in allen Bundesländern mit den zuständigen Behörden in ständigem Kontakt. Eine Unternehmenssprecherin erklärt gegenüber echo24.de: „Wir setzen alles daran, behördlich auferlegte Maßnahmen zeitnah und pragmatisch umzusetzen.“ Dazu zählt unter anderem auch, die Kunden auf die Maskenpflicht in den Filialen hinzuweisen - und nötigenfalls zu drastischen Maßnahmen zu greifen. Ein Plakat vor der Kaufland-Filiale in der Stuttgarter Straße in Heilbronn verwundert dann aber doch sehr - und sorgt für Verwirrung.

Direkt neben dem Eingang der Kaufland-Filiale steht auf dem roten Plakat in weißer Schrift folgendes: „Liebe Kundinnen und Kunden, aufgrund der Verordnung des Landkreises muss auch in der Öffentlichkeit ab sofort ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Dies gilt auch auf dem gesamten Kauflandgelände, einschließlich der Parkplätze und Parkhäuser.“ Und als kleine Fußnote: „Sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.“ Das wirft doch einige Fragen auf: Was hat der Landkreis in der Stadt zu sagen? Warum steht das Plakat erst direkt vor dem Haupteingang und nicht schon an den Parkplätzen von Kaufland, das mit einem Detail bei der Kassenöffnung überrascht? Und wieso ist es nur an dieser Filiale in Heilbronn angebracht?

Kaufland in Heilbronn: Plakat sorgt bei Kunden für Verwirrung

Auf echo24.de-Anfrage bei Kaufland, das im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rekord aufgestellt hat, erklärt die Unternehmenssprecherin, dass in einzelnen Landkreisen die Verordnung das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auch auf den Kundenparkplätzen von Einzelhandelsgeschäften vorschreibe. „Für diese Standorte haben wir Plakate drucken lassen, die die Kunden über diese Maßnahmen informieren. Durch ein Versehen ist eines dieser Plakate in die Filiale der Stuttgarter Straße in Heilbronn gelangt, obwohl die Verordnung dort aktuell nicht gilt.“ Ein sympathischer Fehler im Verordnungswirrwarr. Und selbstverständlich wurde das Schild sofort entfernt.

Aus Versehen ist dieses Plakat vor die Kaufland-Filiale in der Stuttgarter Straße in Heilbronn gelangt.

Rubriklistenbild: © Olaf Kubasik

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