Anlehnung an Imagekampagne

Kaufland schlägt Umbenennung von Filialen vor – lustiger Grund

Ein Tweet von Kaufland nimmt die Imagekampagne von Baden-Württemberg humorvoll auf die Schippe.
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Ein Tweet von Kaufland nimmt die Imagekampagne von Baden-Württemberg humorvoll auf die Schippe.
  • Julia Thielen
    VonJulia Thielen
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Kaufland hat seinen Hauptsitz in Baden-Württemberg. Wegen einer Neuerung dort kommt auch der Lebensmittel-Riese auf eine humorvolle Idee.

Das große rote Logo könnte bestehen bleiben. Auch sonst müsste Kaufland nicht viel ändern. Doch viele Kunden dürften sich gewaltig die Augen reiben, wenn plötzlich ein anderer Name auf den Schildern des Supermarktes zu lesen ist. Zumindest für seine Filialen in Baden-Württemberg hat der Lebensmittel-Gigant eine Änderung des Firmennamens vorgeschlagen. Zugegeben: Ernst gemeint war das natürlich nicht. Die Anspielung ist aber ein witziger Seitenhieb auf die Heimat des Konzerns.

Seinen Hauptsitz hat Kaufland in Baden-Württemberg, genauer gesagt in Neckarsulm. Aus dieser Region stammt Dieter Schwarz, Gründer der Schwarz-Gruppe, zu der neben Kaufland auch Lidl zählt. Die Heimatverbundenheit des Unternehmens zeigt sich vor allem in vielen Projekten der Dieter-Schwarz-Stiftung.

Kaufland: Umbenennung von Filialen vorgeschlagen - lustiger Grund

Trotzdem konnte sich Kaufland nicht verkneifen, die neue Imagekampagne Baden-Württembergs etwas auf die Schippe zu nehmen. Warb der Südwesten bislang mit dem Slogan „Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ für sich, heißt es ab sofort „Willkommen in THE LÄND“.

Den neuen Slogan der Marketingfirma Jung von Matt soll Fachkräfte anwerben. Doch während Ministerpräsident Winfried Kretschmann den neuen Spruch schlicht für „genial“ erachtete, kam er in den sozialen Netzwerken oft weniger gut an.

Kaufland nimmt Baden-Württembergs Imagekampagne auf die Schippe

„Wir können alles. Außer Hochdeutsch. Und Englisch“, ulkte eine Twitter-Userin und erweiterte sogleich den bisherigen Slogan. Ein anderer witzelte, „the Länd“ sei richtig gut - aber nur, weil es eine Kampagne sei, die „es geschafft hat, Badener und Schwaben zu vereinen - in ihrer Ablehnung“ derselben. Auch Wortspiele mit „the änd“ (Anspielung auf engl. „das Ende“, Anm. d. Red.) oder „Eländ“ gab es.

Winfried Kretschmann präsentierte kürzlich die neue Werbekampagne.

Kein Wunder, dass sich auch Kaufland in die Diskussion über die Kampagne einschalten muss. Schließlich ist der Supermarkt stets humorvoll in den sozialen Netzwerken unterwegs. Und nicht nur dort: Erst kürzlich sorgte ein Schild in einer Filiale für Lacher im Netz. Auch eine simple Frage des Einzelhändlers löste auf Twitter eine witzige Debatte aus, in die sich sogar ein Konkurrent einschaltete.

Kaufland heißt bald Kaufländ? Wohl eher nicht

Und auch mit dem Tweet zur baden-württembergischen Imagekampagne traf Kaufland den Humor der Twitter-User. „Unsere Filialen in Baden-Württemberg, oder wie man dort neuerdings sagt: „The Kaufländ“.“, hieß es dort.

Unsere Filialen in Baden-Württemberg, oder wie man dort neuerdings sagt: „The Kaufländ“.

Kaufland bei Twitter

Die ironische Namensänderung sorgte für reichlich Lacher im Netz. „Kaufländle wenn schon“, antwortete ein Nutzer. „Legendentweet“, hieß es von einem anderen. Was das Unternehmen wirklich über die Imagekampagne in Baden-Württemberg denkt, behielt Kaufland im Gegensatz zu vielen anderen für sich.

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