Twitter-Reaktionen

Kaufland löst krasse Debatte mit simpler Frage aus – sogar Rewe mischt sich ein

Kaufland löste über Twitter jetzt eine heftige Debatte aus. (Collage)
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Kaufland löste über Twitter jetzt eine heftige Debatte aus. (Collage)
  • Christina Rosenberger
    VonChristina Rosenberger
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Immer wieder polarisieren Unternehmen auf Twitter mit kontroversen Aussagen – doch jetzt löste Kaufland mit einer Frage an die Community ein heftiges Echo aus.

Social Media ist für viele Unternehmen Fluch und Segen zugleich. Denn auf der einen Seite können sie sich profilieren und mit Scherzen die Sympathie ihrer Kunden gewinnen, wie Kaufland, als der Lebensmitteleinzelhändler aus Neckarsulm Red Bull mit einem witzigen Tweet konterte – auf der anderen Seite hagelt es oftmals Kritik von Kunden. Hier hatte Kaufland kürzlich mit Anschuldigungen zu kämpfen, als eine Kundin den Verkauf eines rechtsextremen Magazins anprangerte. In einem aktuellen Fall hat Kaufland allerdings mit nur einem Foto - und einer simplen Frage dazu – eine rege Debatte ausgelöst.

Die Frage: „Wie nennst du dieses Ding?“ - auf dem Foto dazu abgebildet ein Warentrenner. Damit war die Diskussion auch schon eröffnet und die Twitter-User ließen ihrer Kreativität freien Lauf. Von „Schlagstock des Kassierers“ über „Meins-Deins-Grenze“ und „Kassendingsi“ bis hin zu „Kundeneinkaufseparationsschiene“ ist da alles dabei. Einige meinen auch, es sei einfacher, den Warentrenner schlicht gar nicht zu benennen. Ein Twitter-Nutzer schreibt: „Leg da mal so ein Teil äh Dings zwischen *drauf zeigen*“, andere scherzen, sie würden lieber erst gar keinen Warentrenner verwenden: „Ich benutze immer eine Salatgurke. Der Umwelt zuliebe“, erklärt ein weiterer User.

Kaufland löst krasse Debatte aus - was Rewe und andere Unternehmen dazu sagen

Doch auch andere Unternehmen schalteten sich bereits in die Diskussion ein. Während der Spielepublisher Square Enix (Final Fantasy, Kingdom Hearts) den Warentrenner liebevoll „Kassen-Dings-Bums“ nennt, bezeichnet Rewe das Teil als „klassische Kassentoblerone“. Bitburger 0,0 setzt auf einen eher hochgestochenen Begriff und benennt den Warentrenner bei seinem offiziellen Namen: „Warendifferenzierungsmodul“.

Ein Begriff kommt unter den Kommentaren allerdings häufiger vor, und das ist „NäKuBi“, was wohl ausgeschrieben für „Nächster Kunde bitte“ steht und sogar über Google als Bezeichnung für Warentrenner erkannt wird. Auch spannend ist, dass es im Plattdeutschen einen speziellen Titel für den Warentrenner gibt. Ein Twitter-Nutzer schreibt unter den Kaufland-Beitrag: „Auf Plattdeutsch etabliert sich tatsächlich seit einigen Jahren „Miendientje“ – also das Diminutiv von Mein-Dein – Direkt übersetzt also Meindeinchen.“ Dieses Wort wurde sogar vor einigen Jahren vom Landesheimatverband Mecklenburg-Vorpommern zum „Besten aktuellen Ausdruck“ im Plattdeutschen gekürt.

Übrigens: Ein Warentrenner oder Warendifferenzierungsmodul – so die offiziellen Bezeichnungen – ist ein stabähnliches Gebilde von etwa 30 Zentimetern Länge. Es hat meistens die Form eines geraden Prismas – sieht also tatsächlich ähnlich wie eine Toblerone-Packung aus. Seit wann es den Warentrenner genau gibt, und wer ihn erfunden hat, ist nicht bekannt. Streitig bleibt außerdem die Frage: Wer legt den Warentrenner aufs Band – der Vorder- oder der Hintermann?

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