Justizministerium prüft Vorwürfe

Schmugglerring in Heilbronner JVA: Wie viel wusste die Gefängnisleitung?

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In der JVA Heilbronn soll ein mutmaßlicher Schmugglerring aktiv gewesen sein.
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Die Vorwürfe in der Heilbronner JVA nehmen kein Ende. Angeblich soll auch die Gefängnisleitung von Schmuggel-Vorgängen gewusst haben.

Im Fall des mutmaßlichen Schmugglerrings im Gefängnis von Heilbronn will das Justizministerium Vorwürfen nachgehen, die Anstaltsleitung sei untätig gewesen. Dies sagte Justizminister Guido Wolf (CDU) nach Angaben eines Sprecher. "Zunächst ist wichtig, dass die Staatsanwaltschaft die im Raum stehenden Straftaten ermittelt. Darüber hinaus haben wir im Haus eigene umfassende Überprüfungen angestoßen."

Zuvor hatte die Heilbronner Stimme von anonymen Anschuldigungen gegen die Anstaltsleitung berichtet. Sie soll vom Verdacht krimineller Machenschaften in den eigenen Reihen seit längerer Zeit gewusst und nichts unternommen haben.

Justizministerium: Gefängnisleitung der JVA Heilbronn war nicht untätig

Wolf sagte, sollten die umfassenden Untersuchungen ergeben, dass disziplinarische oder andere Konsequenzen notwendig seien, würden diese gezogen. Nach Angaben des Justizministeriums war die Gefängnisleitung nicht untätig. Dreimal sei sie seit 2016 wegen des Verdachts, dass der Hauptbeschuldigte Straftaten begehe, an die Polizei herangetreten.

Eine Anfang März 2018 erstattete Anzeige führte dann zur Aufnahme der Ermittlungen durch die Polizei und schließlich zur Festnahme des Bediensteten. Insgesamt haben die Ermittler sechs weitere Beamte der Justizvollzugsanstalt im Visier. Sie werden verdächtigt, Drogen und Medikamente in die Haftanstalt gebracht zu haben.

Kürzlich hatte die JVA Heilbronn auch wegen einer Affäre einer Auszubildenden mit einem Häftling in der Kritik gestanden.

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