Für uns öffnet er exklusiv sein Foto-Album

Auf DIESER Trauminsel baute ein Heilbronner sein Hotel

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Die Insel Ibo ist ein wahres Traum-Eiland!
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Jörg Salzer radelte in Heilbronn los und landete in Mosambik.

Dick angezogen im Zwiebel-Look sitzen Jörg Salzer und seine Frau Maezinha am Tisch. Sie versuchen mit mehreren Kleidungsschichten übereinander den frostigen Temperaturen in Heilbronn zu trotzen. Salzer erklärt: "Es ist wirklich super kalt, aber für die kurze Zeit hier ist es auszuhalten. Außerdem ist die Kälte auch gut für den Kreislauf, denn zu Hause brauchen wir dann wieder die Klimaanlage."

Das private Insel-Foto-Album von Jörg Salzer

Zu Hause, das ist für den ehemaligen Heilbronner die Insel Ibo im Quirimba-Archipel in Mosambik. Er lebt seit mittlerweile mehr als zehn Jahren in Afrika und betreibt auf Ibo zusammen mit Elder Lourenco das "Miti Miwiri Boutique Hotel". Das Hotel haben Salzer und sein Partner nach den beiden Mango-Bäumen benannt, die vor dem Gebäude wachsen. Miti Miwiri" bedeutet "zwei Bäume". Seit Ende 2008 hat das kleine Hotel seine Türen für Gäste geöffnet: zu Beginn mit nur zwei Zimmern, heute mit neun Zimmern und einem Pool. Salzer: "Das Hotel wurde Schritt für Schritt von uns selbst ausgebaut, es kommt immer wieder etwas Neues hinzu."

Mehr von der Welt sehen

Dass er einmal auf Ibo landen würde, wäre ihm 2004, als er zu seiner Rad-Reise aufbrach, nicht in den Sinn gekommen: "Ich habe von 1993 bis 2004 bei der Kreissparkasse Heilbronn gearbeitet. Aber nach zehn Jahren war mir klar, dass ich irgendetwas verändern muss. Ich wollte mehr von der Welt sehen." So plante er mit seiner damaligen Freundin eine Reise ohne Rückflugticket und radelte am 8. Mai 2004 in Heilbronn los. Die Route? Griechenland, die Türkei, Syrien, Jordanien - und am Ende landete er in Afrika!

Jörg Salzer schaut bei seinem Heilbronn-Besuch in der echo24.de-Redaktion vorbei.

Durch Zufall verschlug es ihn schließlich auf die Insel Ibo im Indischen Ozean: "Ich habe 2005 einen Franzosen in Mosambik kennen gelernt, der mich nach Ibo eingeladen hat. Damals gab es dort noch keinen Strom und keine Internetverbindung." Salzer überlegt kurz und fügt hinzu: "Ich glaube, es war der Charme der Insel, der mich so fasziniert hat. Da dachten mein Partner Elder und ich uns: Das wäre doch was, hier eine Ruine zu kaufen und wiederaufzubauen!" Gesagt, getan! Ein paar Hürden mussten die beiden zwar überwinden, 2006 konnten sie das Gebäude, das heute zu "Miti Miwiri" umgebaut ist, aber ihr eigen nennen. 

Das ist nicht mit Deutschland vergleichbar

"Das Material musste alles mit dem Boot nach Ibo gebracht werden. Das ist natürlich überhaupt nicht mit Deutschland vergleichbar", erzählt Salzer. Heimweh kommt aber trotzdem nicht bei ihm auf. "Ich bin ungefähr alle 18 Monate in Heilbronn und besuche meine Familie und Freunde. Da gibt es dann typisches 'Heilbronner Programm' - wie einen Abstecher in eine Besenwirtschaft." Mit seiner Entscheidung in Mosambik zu leben, ist Salzer sehr zufrieden: "Heilbronn ist meine Heimat, aber mein zu Hause ist Ibo. Dank E-Mails und WhatsApp kann ich gut mit Deutschland in Kontakt bleiben!"

Wer Jörg Salzer besuchen und auf Ibo seinen Urlaub verbringen möchte, sollte von Mai bis Juli oder von Ende September bis Mitte Dezember kommen - dann entgeht man den Hauptreisezeiten und kann das gute Wetter genießen.

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